Borkenflechte: Übertragung durch Berührung

Gerötete, juckende Hautstellen mit kleinen, eitergefüllten Bläschen – das sind typische Anzeichen für die Borkenflechte (Impetigo), auch Grundflechte genannt. Vor allem kleine Kinder sind von dieser hochansteckenden bakteriellen Hauterkrankung betroffen. Ausgelöst wird sie meist durch Streptokokken und/oder Staphylokokken. Sie dringen dort in die Haut ein, wo diese durch kleine Kratzer oder Insektenstiche bereits verletzt ist.

In der Regel treten die ersten Krankheitszeichen zwei bis zehn Tage nach der Ansteckung auf: Es entsteht ein rötlicher, juckender Hautausschlag mit eitergefüllten Bläschen, die schnell aufplatzen. Danach bildet sich gelblicher Schorf. In den meisten Fällen zeigt sich die Erkrankung zuerst im Gesicht, auf der Kopfhaut sowie an den Armen und Beinen. Durch Kratzen können sich die Bakterien über den ganzen Körper verteilen.

Ansteckung mit der Borkenflechte

Für die Übertragung auf andere genügt schon die bloße Berührung. Die Ansteckungsgefahr ist daher in Einrichtungen wie Schulen oder Kitas besonders groß. Erkrankt ein Kind an der Borkenflechte, darf es vorrübergehend keine Gemeinschaftseinrichtung besuchen. Die Eltern müssen die Erkrankung oder den Verdacht darauf an die Einrichtung melden. Diese muss dann ihrerseits das örtliche Gesundheitsamt informieren.

Wird die Borkenflechte nicht behandelt, kann die Ansteckungsgefahr über Wochen bestehen bleiben. Meist werden vom Arzt Antibiotika verordnet – die Ansteckungsgefahr ist dann in der Regel 24 Stunden nach Behandlungsbeginn gebannt. Bei kleineren Infektionen genügen manchmal bereits antibiotikahaltige Salben, die auf die betroffenen Stellen direkt aufgetragen werden.

Hygiene bei Borkenflechte

Hygienemaßnahmen sind während der Erkrankungszeit besonders wichtig. Das erkrankte Kind sollte sich regelmäßig die Hände waschen, eigene Handtücher und einen eigenen Kamm benutzen. Erwachsene können sich übrigens auch anstecken.

Eine Borkenflechte kann immer wieder auftreten, eine überstandene Erkrankung macht nicht immun davor. Wer die Hygienemaßnahmen einhält, kann aber zumindest die Gefahr einer Ansteckung minimieren.

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