Urea NachtcremeTrockene, strapazierte und überempfindliche Haut ist mittlerweile ein Millionenleiden: Etwa jeder achte Deutsche, in Summe 10 Millionen Menschen, sind betroffen, schätzt die Deutsche Haut- und Allergiehilfe. Den größten Absatz finden bis heute Feuchtigkeitscremes, die bei trockener Haut Hilfe versprechen. Was die Betroffenen dabei aber meist nicht wissen: Oft ist es Urea, die der Haut fehlt, um neue Kraft und neue Feuchtigkeit zu finden.

Die Haut ist mit einer Fläche von rund zwei Quadratmetern und einem Gewicht von bis zu zehn Kilogramm unser größtes Organ. Sie hat viele lebenswichtige Funktionen: Die Haut ist  wichtigster “Schutzfilm” gegen äußere Einflüsse wie Regen, Wind und Kälte. Sie wehrt Krankheitserreger und Schadstoffe ab, reguliert den Wärmehaushalt, entgiftet den Organismus, bewahrt den Körper davor auszutrocknen, gibt Flüssigkeit und Salze ab. Damit sie all diese Funktionen erfüllen kann und der Mensch sich wohlfühlt “in seiner Haut”, braucht sie Pflege – und eben auch Feuchtigkeit.

Urea ist die lateinische Bezeichnung für Harnstoff, ein natürlicher Bestandteil des Feuchthaltefaktors der Haut. Harnstoff hilft Feuchtigkeit zu binden und zu speichern. Konkret hat Urea die Fähigkeit, in die äußerste Hautschicht einzudringen, Wasser “aufzusaugen” und auf diese Weise zu speichern.

Vorteile von Urea

Das wiederholte Auftragen von harnstoffhaltigen Cremes verringert den Wasserverlust durch die Haut nachweislich. Das ist mittlerweile vielfach belegt. Urea hat weitere positive Effekte auf die Haut. Die oberste Schicht der Haut wird über Stunden mit mehr Feuchtigkeit versorgt und die Oberfläche leicht geglättet. Zusätzlich bleibt die Haut gegenüber Reizstoffen besser geschützt.

Aus der Forschung weiß man heute: Klinisch kranke Haut oder auch die Haut älterer Menschen enthält um rund die Hälfte weniger Urea als gesunde Haut. Der Mangel an Harnstoff wird auch durch eine Reihe äußerer Einflüsse verursacht. Dazu gehören beispielsweise das häufige Waschen, trockene Wohnungs- und Heizungsluft, aber auch starkes Schwitzen im Sommer, Kälte und Wind im Winter.

Wie Urea auf der Haut wirkt, hängt dabei von der im Produkt enthaltenen Konzentration ab. Im Handel gibt es heute Produkte mit einem Urea-Anteil zwischen fünf und 40 Prozent. Ein Urea-Gehalt von zehn Prozent bewirkt eine “aktive und feuchtigkeitsspendende Wirkung”. Urea wird  in höheren Konzentrationen heute auch zu zahlreichen medizinischen Zwecken eingesetzt: etwa bei chronischen Hauterkrankungen wie Neurodermitis und Psoriasis.

 


Gesundheit

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