Migräne: Kinder mit Kopfschmerzen

Auch bei Kindern mit regelmäßig starken Kopfschmerzen sollte an eine Migräne gedacht werden. So liegt die Häufigkeit bei Kindern und Jugendlichen bei drei bis sieben Prozent. Jungen und Mädchen sind ähnlich häufig betroffen.

Allerdings lässt sich bei Kindern eine Migräne weniger gut erheben als bei Erwachsenen. Denn die Symptome schwanken bei ihnen oder werden gar durch die Eltern beeinflusst.

Diagnose der Migräne bei Kindern

Damit keine schwerwiegende Erkrankung übersehen wird, raten Fachärzte bei Kindern, die regelmäßig und schwer unter Kopfschmerzen leiden, zunächst zu einer Kernspintomografie des Kopfes. Die Wartezeit bis zum Termin sollte überbrückt werden mit dem Führen eines Kopfschmerztagebuches, das das Kind zwingend selbst ausführen muss. Denn aus Studien geht hervor, dass bereits dies zu einer reduzierten Kopfschmerzfrequenz führt.

Abgefragt werden sollten Kopfschmerz-auslösende Situationen, die dem Kind oft gar nicht so bewusst sind, die aber vermieden werden könnten, zum Beispiel zu geringe Flüssigkeitszufuhr oder Stress mit Freunden, Eltern oder Lehrern. Eine ausreichende Trinkmenge ist ganz wichtig – gerade Mädchen vermeiden es oft zu trinken, weil sie in der Schule nicht auf die Toilette gehen wollen.

Ernährung

Wichtig ist auch die Ernährung. Viele Kinder und Jugendliche gehen ohne Frühstück aus dem Haus. Zumindest sollten sie eine Kleinigkeit trinken, einen Kakao oder ähnliches. Günstig sind auch regelmäßige kleine Mahlzeiten.

Bei drei bis vier Attacken im Monat ist die Gabe von 300 bis 600 Milligramm Magnesium eine vorbeugende Maßnahme. Akute Anfälle können mit Ibuprofen 1 bis 2 Milligramm pro Körpergewicht behandelt werden. Reicht das nicht aus, verordnet der Arzt dann unter Umständen ein Triptan.

Leider gibt es in Schulen häufig Vorurteile gegen Kinder mit Migräne, sowohl bei Lehrern als auch bei Mitschülern. Die Folgen können dann Mobbing oder Ausgrenzung sein, was die Situation noch verschlimmert bis hin zur Schulverweigerung.

In Zusammenhang mit der Corona-Pandemie konnte beobachtet werden, dass die Kopfschmerzhäufigkeit bei Kindern zurückgeht, was auf den Rückgang der Sozialkontakte zurückzuführen ist.

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