Durch gute Hygiene Durchfall vermeiden

Sie sind die häufigsten bakteriellen Erreger von Durchfall-Erkrankungen: Campylobacter. Im Jahr 2019 erkrankten nach Angabe des Robert-Koch-Instituts (RKI) über 61.000 Menschen in Deutschland daran – vor allem in der warmen Jahreszeit. Kinder unter fünf Jahren und junge Erwachsene zwischen 20 und 29 Jahren waren besonders häufig betroffen.

Die Campylobacter-Bakterien leben vor allem im Verdauungstrakt von Tieren, etwa Geflügel, die selbst aber nicht daran erkranken müssen. Geflügelfleisch kann während des Schlachtprozesses über den Darminhalt der Tiere kontaminiert werden. Weitere mögliche Infektionsquellen sind nicht aufbereitetes Trinkwasser, kontaminiertes Wasser in Badeseen aber auch der Kot von Haustieren.

Behandlung

Zwischen Ansteckung und Ausbruch der Krankheit liegen in der Regel zwei bis fünf Tage. Die Erkrankung beginnt meist mit Fieber, Kopf- und Muskelschmerzen, gefolgt von heftigen Bauchschmerzen und -krämpfen, Übelkeit und Durchfall. Die Durchfälle können breiig, sehr wässrig und manchmal auch blutig sein. Sind sie sehr stark, ist der Ausgleich des Flüssigkeits- und Salzverlustes wichtig: Das bedeutet, viel zu trinken. Vor allem für Kleinkinder, ältere oder immungeschwächte Menschen ist ein starker Flüssigkeitsverlust gefährlich. Dauern die Durchfälle länger als zwei bis drei Tage an, sollte ein Arzt aufgesucht werden.Ob es sich um den Campylobacter handelt, wird mittels Stuhlprobe festgestellt. Ist der Erreger nachgewiesen, besteht laut Infektionsschutzgesetz Meldepflicht. Den Zeitpunkt, wann ein erkranktes Kind wieder in die Kita oder Schule darf, bestimmt das Gesundheitsamt.

In der Regel dauert ein solcher Infekt bis zu einer Woche, die Beschwerden klingen dann von selbst ab. Allerdings werden über den Stuhl noch bis zu vier Wochen nach der Ansteckung Erreger ausgeschieden.

Hygienemassnahmen bei Durchfall

Die Bakterien können noch längere Zeit in der Umwelt überleben, etwa auf Schneidebrettern oder Messern. Auch auf tiefgefrorenen Produkten halten sie sich teilweise mehrere Monate. Eine gute Hände- und Küchenhygiene ist daher unerlässlich. Vor allem nach dem Kontakt mit rohen Lebensmitteln müssen immer die Hände, Arbeitsflächen und Geräte gründlich gereinigt und abgetrocknet werden.

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