Seltene Lebensmittelallergie: FPIES

Wenn ein Kind apathisch und blass ist und sich häufig erbrechen muss, könnte es an der untypischen seltenen Lebensmittelallergie FPIES leiden. Gerade Säuglingen kann sie gefährlich werden.

Hinter der Abkürzung FPIES verbirgt sich das Food Proteine induced Enterocolitis Syndrome, eine seltene Erkrankung des Magen-Darm-Trakts, die durch Lebensmittel ausgelöst wird. Es handelt sich dabei um eine untypische Nahrungsmittelallergie. Betroffen sind vor allem Säuglinge und Kleinkinder, selten Erwachsene. Auslöser sind meist Grundnahrungsmittel wie Milch, Soja, Hafer oder Reis, seltener Schalenfrüchte oder Erdnüsse.

Akutes Food Proteine induced Enterocolitis Syndrome

Prinzipiell unterscheidet man bei FPIES zwei Krankheitsbilder. Das häufigere ist das akute FPIES, das meist ab der Einführung von Beikost beim Säugling auftritt. Wenn etwa Rindfleisch der Auslöser ist und im Brei einmal pro Woche gefüttert wird, dann kann man „die Uhr danach stellen“, dass in einem Intervall von ein bis vier Stunden nach der Aufnahme des Nahrungsmittels heftiges, schwallartiges Erbrechen als Hauptsymptom auftritt. Es ist fast immer begleitet von Lethargie und Blässe sowie Durchfällen. Meist verschwinden die Symptome innerhalb von 24 Stunden wieder.

Chronisches Food Proteine induced Enterocolitis Syndrome

Das chronische FPIES ist vor allem bei Säuglingen in den ersten Lebensmonaten vor Einführung der Beikost zu beobachten. Sie reagieren auf ein kontinuierlich verabreichtes Lebensmittel wie Kuhmilch, Muttermilch oder Bestandteile der Säuglingsmilch. Die Kinder spucken, haben Durchfall, Bauchschmerzen und Gedeihstörungen trotz Heißhunger, sie sind blass und apathisch. Beim chronischen FPIES handelt es sich um ein schweres Krankheitsbild mit zunehmendem Flüssigkeitsverlust, das einer dringenden medizinischen Behandlung bedarf.

Therapie Food Proteine induced Enterocolitis Syndrome

Grundsätzlich sollten bei FPIES die auslösenden Nahrungsmittel dauerhaft gemieden werden, wobei Spuren nicht schädlich sind. Da bei Allergien auf Muttermilch meist Allergene aus der Kuhmilch die Auslöser sind, die in die Muttermilch gelangen, kann entweder eine kuhmilchfreie Ernährung der Mutter oder ein Umstieg auf Flaschennahrung helfen. Bei Kindern mit akutem FPIES sollte Flüssigkeit durch Trinken klarer, ungesüßter Getränke ersetzt werden. In Ihrer Sonnen-Apotheke, Bergkamen werden Sie gerne ausführlich beraten. Spezielle Babynahrung oder Tee für die Jüngsten erhalten Sie bei uns.

 

Gesundheit

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