Hitze und Gesundheit

Die Hitze hat jetzt weite Teile Europas im Griff. Solche Hitzewellen werden künftig immer häufiger auftreten. Hohe Temperaturen – das bedeutet auch: Kranke Menschen werden noch kränker – und das Sterberisiko steigt. Allein im Hitzesommer 2018 sind in Deutschland deshalb fast 9.000 Menschen umgekommen.

Normalerweise kommt der Körper dank vielfältiger Regulationsmechanismen auch mit höheren Temperaturen zurecht. Riskant wird es aber spätestens dann, wenn die Temperaturen über 35 Grad steigen oder sich mehrere Tropennächte aneinanderreihen – mit Tagestemperaturen von über 30 Grad, die auch nachts nicht mehr auf unter 20 Grad abkühlen. Worauf aber sind die vielen Hitzetoten konkret zurückzuführen?

Hitzschlag

Hitzeschlag ist eine Möglichkeit: Wenn die Körperkerntemperatur auf 40 Grad steigt, besteht akute Lebensgefahr. Doch die meisten Hitzetode haben andere Ursachen. Was wir genau wissen ist, dass die Zahl der Schlaganfälle und Herzinfarkte bei Hitze steigt. Ein einleuchtender Grund dafür sind Thrombosen. Wer viel schwitzt und nicht ausreichend trinkt, dessen Blut wird dickflüssiger. Zudem verliert der Körper beim Schwitzen Elektrolyte, Störungen des  Herzrhythmus können entstehen. Somit lautet die erste wichtige Maßnahme bei Hitze: Nicht nur Flüssigkeits-, sondern auch Kochsalz-, Magnesium- und Kaliumspeicher auffüllen.

Hitze und Blutdruck

Zudem kann bei Hitze der Blutdruck gefährlich absacken: Um die Körpertemperatur von innen nach außen zu leiten, stellen sich die Blutgefäße in den Gliedmaßen weit. Gegen den niedrigen Blutdruck muss das Herz dann verstärkt anpumpen. Wer ohnehin Blutdrucksenker einnimmt, muss diesen Effekt im Auge behalten. Ein weiteres lebensgefährliches Problem bei großer Hitze sind Atemprobleme bis hin zum akuten Lungenversagen. Unter anderem steigen bei Hitze die Ozonwerte, die reizend auf die Atemwege wirken.

Aber auch Schadstoffe wie Stickoxide oder feine Schmutzpartikel in der Luft scheinen den Lungen bei hohen Temperaturen stärker zuzusetzen. Besonders Menschen mit chronischen Atemwegserkrankungen sind dann gefährdet. Doch es gibt auch Menschen ohne bekannte Lungenprobleme, die bei Hitze mit Luftnot im Krankenhaus landen.

Besonders zu schaffen macht Hitze auch Babys: Ihre Haut produziert weniger kühlenden Schweiß, gleichzeitig ist ihre Stoffwechselrate höher als die älterer Kinder oder Erwachsener.

Hitze und Senioren

Hohe Temperaturen haben aber vor allem für Menschen über 85 häufiger tödliche Folgen, insbesondere, wenn diese allein und in überhitzen Wohnungen leben. Denn bei vielen Älteren funktionieren die körpereigenen Kühlsysteme nicht mehr so gut: Senioren schwitzen weniger. Zudem lässt das Durstgefühl im Alter nach, so dass viele Ältere zu wenig trinken. Hinzu kommen Störungen im Flüssigkeitshaushalt und Nierenfunktionsstörungen. Viele Ältere reagieren dann mit Verwirrtheit und vergessen das Trinken erst recht – ein potenziell tödlicher Teufelskreis. Ihre Sonnen-Apotheke, Bergkamen versorgt Sie gern per Botendienst mit notwendigen Medikamenten, so dass Sie bei Hitze zu Hause bleiben können.