E-Zigarette: Keine gesunde AlternativeDie elektrische oder elektronische Zigarette (E-Zigarette) soll eine gesündere Alternative zum herkömmlichen Glimmstängel darstellen. Bei der traditionellen Zigarette werden Pflanzenteile verbrannt und der Rauch inhaliert. Er gelangt so in die tieferen Atemwege und in die Lunge. Bereits 1963 wurde das Konzept einer rauch- und tabakfreien Zigarette erstmals bekannt. Die Idee, erhitzte, befeuchtete und aromatisierte Luft zu inhalieren, ließ sich aber nicht zur Marktreife bringen. 2006 kam die erste E-Zigarette auf den Markt. Sie funktioniert nach dem Prinzip der Verdampfung – ähnlich wie in Diskotheken Nebel erzeugt wird.

E-Zigarette

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Die E-Zigaretten bestehen immer aus einem Akku und einem Verdampfer, in den eine Patrone mit einer Flüssigkeit eingelegt wird. Die zu verdampfende Flüssigkeit (Liquid) besteht zumeist aus Glycerin, Propylenglycol, Lebensmittelaromen und zu einem geringen Teil aus Wasser. Es gibt Liquids mit Nikotin in verschiedenen Stärken sowie nikotinfreie Flüssigkeiten. Das Einatmen der verdampfenden Flüssigkeit soll das sensorische Gefühl des Rauchens nachahmen. Allerdings atmen auch Raucher elektronischer Zigaretten eine Vielzahl von krebserregenden Giftstoffen ein. Dadurch, dass die Anwender von E-Zigaretten häufiger inhalieren als bei einer herkömmlichen Zigarette, werden sowohl höhere Dosen Nikotin als auch Schadstoffe aufgenommen.

Risiken der E-Zigaretten

E-Zigarette Gesundheit

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Die gesundheitlichen Risiken der E-Zigaretten werden kontrovers diskutiert. Die Befürworter argumentieren, dass keine Stoffe aktiv verbrannt werden und so im Gegensatz zum Tabakrauch kein giftiges Kohlenmonoxid, Blausäure und krebserregende Kohlenwasserstoffe entstehen. Tatsächlich wurden aber in manchen Flüssigkeiten krebserregende Substanzen wie Formaldehyd gefunden. Auch konnte im Dampf mancher E-Zigaretten Nickel und Blei nachgewiesen werden. Zwar liegen diese schädlichen Substanzen in geringerer Menge vor als im „normalen“ Zigarettenrauch, dennoch können sie krebserzeugend sein und sollten nicht verharmlost werden. Über erste Todesfälle in den USA wurde berichtet.

RaucherentwöhnungDie Häufigkeit der Züge und die Tiefe der Inhalation sind für die vermehrte Aufnahme gesundheitsschädlicher Stoffe verantwortlich. Auch haben nach Umfragen etwa 12 Prozent der Konsumenten von E-Zigaretten noch nie vorher herkömmlich geraucht. Diese Verwender gehen von einer harmlosen Alternative aus. Und zur Rauchentwöhnung stehen bessere Alternativen zur Verfügung.