BlähungenJeder hat sie, aber niemand spricht darüber. Dabei sind Blähungen zunächst einmal nur ein Zeichen dafür, dass der Darm arbeitet. Die Ursachen für vermehrte Blähungsbeschwerden sind vielfältig. Meist stecken dahinter keine ernsthaften Erkrankungen.

Blähungen entstehen durch Luftansammlungen im Darm. Ein Teil des Gases im Darm stammt aus der Luft, die man beim Essen und Trinken verschluckt. Daneben spielt die Verdauung eine wichtige Rolle. Beschwerden durch Blähungen treten vor allem dann auf, wenn Lebensmittel verzehrt werden, die eine verstärkte Gasproduktion bewirken. Klassischerweise gelten vor allem Vollkornprodukte und ballaststoffreiche Gemüsesorten wie Hülsenfrüchte, Zwiebeln und Kohl als blähende Kost. Aber auch süße und fette Speisen, Konserven und Fertiglebensmittel, die Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit oder Fruchtzucker enthalten, können die Entstehung der ungeliebten Darmwinde begünstigen.

Um Blähungen zu reduzieren, reichen oft schon ein paar Veränderungen der Ernährungsgewohnheiten. Sinnvoll ist es zum Beispiel, mehrere kleine leicht verdauliche Portionen am Tag zu essen und sich beim Essen Zeit zu nehmen. Wer den Anteil gesunder Lebensmittel wie Vollkornprodukte steigern möchte, sollte dem Darm Zeit geben, sich an die andere Zusammensetzung der Nahrung zu gewöhnen. Außerdem ist es dann wichtig, ausreichend Flüssigkeit zu sich zu nehmen. Mindestens 1,5 bis zwei Liter am Tag sollten es sein, am besten in Form von Wasser, verdünnten Fruchtsäften oder ungesüßten Tees.

Therapie Blähungen

Wer unter akuten Blähungen leidet, kann es erst einmal mit Hausmitteln versuchen, die beruhigend wirken: zum Beispiel mit Teeaufgüssen aus Pfefferminze, Kümmel, Fenchel, Anis oder Ingwer. Auch sanfte kreisende Bauchmassagen im Uhrzeigersinn können helfen und natürlich die klassische Wärmflasche auf dem Bauch.

Lassen Blähungsbeschwerden durch eine einfache Umstellung der Essgewohnheiten nicht nach, kann auch  eine spezifische Ursache dahinter stecken: zum Beispiel Unverträglichkeiten von Fruchtzucker (Fruktose-Intoleranz), von Milchzucker (Laktose-Intoleranz) oder von Gluten (Zöliakie). Dabei können bestimmte Nahrungsbestandteile im Dünndarm nicht mehr richtig aufgenommen werden. Sie werden dann erst von Bakterien im Darm unter Gasbildung vergoren.

Neues Antibiotikum in Studie wirksamGelegentlich führen auch bestimmte Medikamente, wie Antidiabetika zu vermehrten Blähungen. Häufig geht das sogenannte Reizdarmsyndrom mit Blähungsbeschwerden einher.

 


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