Mit Lachgas gegen Depressionen

Für Patienten mit Depressionen, die nicht oder nur unzureichend auf eine Pharmakotherapie ansprechen, könnte möglicherweise das als Narkosemittel genutzte Distickstoffmonoxid, bekannt unter dem Namen Lachgas, eine Therapieoption darstellen. In einer Studie wurde Lachgas in niedriger Dosierung an depressiven Patienten erprobt. Sie bekamen über jeweils eine Stunde inhalativ 25% bzw. 50% Lachgas oder Placebo (Luft/Sauerstoff) verabreicht. Bereits nach zwei Stunden verbesserte sich der Hamilton Depression Score im Vergleich zu Placebo um 0,75 Punkte (25%) bzw. um 0,87 Punkte (unter 50% Lachgas). Der antidepressive Effekt hielt auch nach der Therapie weiter an. Gleichzeitig traten unter der geringeren Dosis weniger Nebenwirkungen auf. Es sollen nun weitere Studien folgen.