Mein Gesundheitszentrum der Blog der Internetapotheke 1-apo.de und der Sonnen-Apotheke in BergkamenDer Alterungsprozess geht auch am Verdauungssystem nicht spurlos vorüber. So wie alle anderen Regionen des menschlichen Körpers zeigt der Magen-Darm-Trakt Veränderungen.

Denn auch das feine Netz aus Nervenzellen, das die Beweglichkeit von Speiseröhre, Magen und Darm steuert, verändert sich im Alter. Behandelnde Ärzte sollten bei Senioren sorgfältig prüfen, ob Speiseröhre, Magen und Darm richtig funktionieren. Dies kann in Form von Magen- und Darmspiegelungen oder über Atemtests problemlos geschehen. Unbehandelt können Schluckstörungen und andere Probleme im Verdauungstrakt zu Mangelernährung, Untergewicht und letztendlich sogar zu einem vorzeitigen Tod führen.
Zu den häufigsten Beschwerden gehören Schluckstörungen – etwa 60 Prozent aller Altenheimbewohner leiden darunter. Auch eine verminderte Speichelproduktion, schlechte Zähne oder Schleimhautentzündungen können das Schlucken für ältere Menschen zur absoluten Qual werden lassen. Schluckprobleme können auch bei neurologischen Erkrankungen wie Morbus Parkinson oder infolge eines Schlaganfalls auftreten. Problematisch wird es, wenn sich die Betroffenen verschlucken und keine Hilfe in der Nähe ist oder der Speisebrei aus Versehen in die Luftröhre gelangt.
Auch Magen und Dünndarm sind oftmals in ihrer Funktion eingeschränkt. Beim Essen nimmt der Magen weniger Nahrung auf, Verdauung sowie Entleerung sind verzögert. Ältere Menschen sind deshalb schneller satt und leiden häufig unter Sodbrennen, was die Schleimhaut in der Speiseröhre angreift. Häufig findet man bei Senioren eine jahrelange Keimbesiedlung, die für eine chronische Magenschleimhautentzündung verantwortlich ist. Es plagt sie Übelkeit und Erbrechen.
Ein weiteres Problem bei älteren Menschen ist eine übermäßige Magensäureproduktion. Verordnet der Arzt wegen starken Sodbrennens sogenannte Säureblocker, wie etwa Omeprazol, werden die Verdauungsfunktionen zusätzlich beeinträchtigt: Zwar wird so zunächst die Magensäureproduktion gedrosselt, aber die für die Verdauung notwendige Säure ist nun nicht mehr ausreichend vorhanden. Außerdem werden durch die Magensäure Keime abgetötet. Fällt diese Regulation aus, kann es zu einer Fehlbesiedlung des Dünndarms und so zu Blähungen, Krämpfen und Durchfall kommen. Die Aufnahme von Nährstoffen über die Darmschleimhaut ist behindert.