Testesteron Männer

Schlafstörungen, Abgeschlagenheit, Rückgang der Muskelkraft, Erektionsstörungen und weniger Lust auf Sex – auch Männer haben Beschwerden, wenn sie die Fünfzig überschreiten. Hilft ihnen dann womöglich die Gabe von Testosteron, dem „Königshormon des Mannes“? Werbeversprechen und Forschungsergebnisse klaffen weit auseinander, was die Folgen von zusätzlichen Testosterongaben betrifft.

Der Markt mit dem Männerhormon Testosteron boomt. Glaubt man den Werbeversprechen, scheint das Mittel ein wahrer Jungbrunnen für Männer ab 50 zu sein und bekämpft erfolgreich Altersbeschwerden. In den USA hat sich die Zahl der Anwender von Testosteron innerhalb von drei Jahren verdoppelt. Dort wird das Phänomen unter dem Begriff „Low-T“ vermarktet. Auch in Deutschland nehmen die Verschreibungszahlen von Testosteron-Produkten zu.

Männer und Frauen

TestosteronIm Unterschied zu Frauen, bei denen mit der letzten Monatsblutung die Sexualhormone abrupt abfallen, geht bei Männern die Testosteronbildung ganz allmählich zurück: Ab etwa einem Alter von 30 Jahren um ein bis zwei Prozent pro Jahr. Das ist ein ganz normaler Alterungsprozess, von dem die meisten Männer nichts spüren. Auch können unspezifische Beschwerden, wie weniger Leistungsfähigkeit, Schlafprobleme oder Libidoverlust viele Ursachen haben – auf Stress, Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems oder der Schilddrüse zurückzuführen sein. Zudem haben Männer mit recht niedrigen Testosteronwerten oft keine Beschwerden und umgekehrt leiden Männer mit normalen Werten unter solchen Symptomen. Studien konnten bisher weder zeigen, dass das vermeintliche Powerhormon die Gesundheit im Alter verbessert oder die körperliche und geistige Fitness erhöht, noch das Sexualleben ankurbelt. Stattdessen müssen die Nutzer mit Nebenwirkungen rechnen, wie Thrombose-Gefahr, erhöhte Blutfettwerte, Kopfschmerzen, Prostatabeschwerden, Bluthochdruck, Brustschwellungen oder Stimmungsschwankungen.

Bei einem sogenannten Hypogonadismus allerdings, einem ungewöhnlich niedrigen Testosteronspiegel, der die normale sexuelle Funktion und Entwicklung beeinträchtigt, ist eine Behandlung mit Testosteron erforderlich. Allerdings machen sich dann auch andere Beschwerden bemerkbar, etwa dass die Hoden schrumpfen, der Bart nicht stark wächst oder trotz ausreichender Bewegung die Muskelmasse schrumpft und das Körperfett zunimmt.
Das beste Anti-Aging-Mittel gegen eine Midlife-Krise bei Männern aber ist und bleibt eine gesunde Lebensführung, mit der sich möglicherweise auch Erektionsstörungen in den Griff bekommen lassen. Denn meist sind letztere auf verengte Blutgefäße zurückzuführen, nicht auf einen Hormonmangel. Gern berät Sie Ihre Sonnen-Apotheke, Bergkamen ganz persönlich.