Inkontinenz kann dazu führen, dass ein Betroffener aus Scham und Angst vor einem „Unfall“ nicht mehr am sozialen Leben teilnimmt. Damit Patienten mit Blasenschwäche oder Stuhlinkontinenz ein Leben ohne Einschränkungen führen können, wurden verschiedene Hilfsmittel entwickelt. Dazu gehören unter anderem Analtampons, Vaginal-  und Proktologietampons.

Analtampons als Hilfsmittel bei Stuhlinkontinenz gibt es in verschiedenen Formen und Größen. Sie werden aus einem Schaumstoff hergestellt, der hautverträglich und toxikologisch unbedenklich ist. Die Tampons verhindern Gerüche, sind druckfrei und einfach zu handhaben und können auf Rezept verordnet werden. Um herauszufinden, welche Form und Größe geeignet ist, können Erwachsene, Jugendliche, Kinder und Menschen mit einer Fehlbildung des Enddarms ein Starterset bestellen, das 100 Tampons enthält.

Blasenschwäche kann durch einen speziellen Vaginaltampon gemindert werden. Dieser wird so im Vaginalbereich positioniert, dass er einen sanften Druck auf den Blasenhals ausübt und ihn in seine Ausgangsposition zurückführt. Dadurch kann der Schließmuskel wieder seine Tätigkeit aufnehmen. Zudem wird durch die Tampons die Beckenbodenmuskulatur unterstützt. Bei manchen Konstellationen kann der Vaginaltampon sogar helfen, die Gebärmutter bei einem Vorfall in ihre ursprüngliche Position zurück zu bringen.

Mit Hilfe des Tampons können zudem Medikamente bei Pilzerkrankungen oder für Hormonbehandlungen in die Vagina eingebracht werden. Der weiche, geschmeidige und durchaus elastische Tampon verhindert die Entstehung von Gerüchen, passt sich gut an und kann mehrfach verwendet werden.

Proktologietampons wurden zur Versorgung nach proktologischen Eingriffen entwickelt. Zunächst wurden sie für operative Verfahren bei Hämorrhoiden eingesetzt. Mittlerweile kommen sie aber auch bei der Entfernung von Polypen und bei Narbenkorrekturen zum Einsatz. Die hoch elastischen und zugleich sanft komprimierbaren Tampons sind klinisch erprobt. Sie sind leicht verformbar und saugfähig. Sie dienen auch der Einbringung von Antibiotika und Heilsalben zur Blutstillung und Unterstützung der Heilung. Gern berät Sie Ihr Apotheker und zeigt Ihnen entsprechende Produkte.