Kriebelmuecke

Sie ist klein und sieht wie eine harmlose Fliege aus – ihr Biss ist jedoch sehr schmerzhaft und kann sich schnell entzünden: Die Kriebelmücke (lat. Simuliidae) kommt weltweit vor, allein in Deutschland gibt es rund 50 verschiedene Arten. Die millimeter-kleinen dunkelfarbigen Mücken leben in und an Fließgewässern und befallen vor allem Weidevieh, aber eben auch Menschen.

Die Kriebelmücke sticht nicht, sondern beißt: Mit ihrem Mundwerkzeug fräst sie eine kleine Wunde in die Haut und bedient sich dann an dem austretenden Blut. Der Biss wird oft erst gar nicht bemerkt, weil sie die Biss-Stelle mit ihrem Speichel betäubt. Das Speicheldrüsensekret hemmt außerdem die Blutgerinnung, was in der Folge zu kleinen Blutergüssen führen kann.

Symptome

Erst nach einigen Minuten beginnt die Wunde zu schmerzen und zu jucken, es können sich kleine Knötchen, Schwellungen oder Ödeme bilden. In Deutschland übertragen die Kriebelmücken in der Regel keine ansteckenden Krankheiten. In Teilen Afrikas, Mittel- und Südamerikas können sie aber Überträger für die gefürchtete Flussblindheit sein. Hierzulande besteht aber die Gefahr, dass sich die Wunde entzündet, wenn Bakterien hineinkommen. Wichtigste Regel daher: Nicht kratzen, auch wenn es fürchterlich juckt. Besser ist es, die Wunde zu desinfizieren und zu kühlen – mit einem Kühlpad oder einem sauberen feuchten Tuch. Auch Salben, die den Juckreiz stillen, können helfen.

Kommt es in den Tagen nach dem Biss zu starken Schwellungen oder bilden sich von der Bissstelle rote Streifen, sollte man dies ärztlich abklären lassen. Gleiches gilt für Symptome wie Schüttelfrost oder Fieber.

Abhilfe

Um es aber gar nicht erst so weit kommen zu lassen, kann es helfen, beim Aufenthalt im Freien lange Kleidung zu tragen und ein Mückenschutzmittel aufzutragen. Kriebelmücken sind tagaktiv und besonders bei warmem Wetter rund um fließende Gewässer unterwegs, bei stärkerem Wind und niedrigen Temperaturen dagegen kaum. Ins Haus oder in die Wohnung kommt die Kriebelmücke nicht. Sie haben aber auch ihr Gutes: Zum einen sind sie eine wichtige Nahrungsquelle für Libellen, Vögel oder Spinnen. Zum anderen filtern und reinigen ihre Larven das Gewässer, in dem sie heranwachsen. Dadurch spielen sie eine wichtige Rolle im Ökosystem.

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