Säure-Basen-Haushalt

Müde und erschöpft? Konzentrationsprobleme? Die Gelenke tun weh? Könnte das etwa an einer versteckten Übersäuerung des Körpers liegen? Was ist dran an der Theorie der Übersäuerung und was hat es mit dem Säure-Basen-Haushalt auf sich?

Hunderte von Ernährungsbüchern, spezielle Kostformen und unzählige Produkte wie Basentees oder basische Tabletten sollen helfen, eine Übersäuerung des Körpers zu vermeiden oder ihr entgegenzuwirken. Fakt ist, es gibt säurebildende und basisch wirkende Lebensmittel. Getreide oder tierische Produkte etwa gehören zu den Lebensmitteln, bei deren Verdauung im Körper saure chemische Verbindungen entstehen. Obst und Gemüse dagegen sorgen für basische Verbindungen im Körper. Und auch wenn die Zitrone sauer schmeckt und viel Säure enthält, ist sie aber basenbildend, wenn sie vom Organismus verdaut wird.

Dass ein Gleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts für den Stoffwechsel des Körpers von zentraler Bedeutung ist, steht außer Frage. Die Organe im Körper brauchen unterschiedliche pH-Werte, damit sie richtig funktionieren können. Über verschiedene Puffersysteme ist der Körper in der Lage, den Säure-Basen-Haushalt selbst zu regulieren.

Was ist Übersäuerung?

Eine echte Übersäuerung droht in der Regel nur bei Menschen, die aufgrund einer Erkrankung Probleme mit dem Stoffwechsel haben, etwa an einer chronischen Niereninsuffizienz oder an Diabetes leiden. Auch wenn die Atmung durch eine Lungenerkrankung wie Asthma oder chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) eingeschränkt ist, kann es zu krankhaft niedrigen pH-Werten des Blutes kommen. Der pH-Wert liegt dann unter 7,35. Ein pH-Wert von 7 gilt als neutral, darunter beginnt der saure, darüber der basische Bereich.

Ernährung bei Übersäuerung

ernaehrungspyramideObst und Gemüse gelten als ideale Basenbildner. Eine überwiegend basische Ernährung sollte mindestens zu zwei Dritteln aus Obst und Gemüse bestehen. Trinken Sie ausreichend Wasser oder Tee, damit Ihre Nieren gut durchgespült werden und zuverlässig arbeiten können. Über die Lunge können flüchtige Säuren (Kohlendioxid) ausgeatmet werden. Intensives Atmen in den Bauch, viel frische Luft, regelmäßiges Ausdauertraining mit bewusster Atmung fördern den Ausgleich des Säure-Basen-Haushalts. Auch die Leber spielt eine wichtige Rolle im Säure-Basen-Haushalt.

Die Mineralstoffe Zink, Kalzium und Magnesium sind lebenswichtige Nährstoffe unseres Körpers. Vor allem Zink ist unerlässlich für die Bildung von Puffersubstanzen, die für den Ausgleich des Säure-Basen-Haushalt gebraucht werden. In Ihrer Apotheke vor Ort berät man Sie gerne und empfiehlt Ihnen Produkte zur Kontrolle und Verbesserung des Säure-Basen-Haushalts.