NorovirusMit Beginn der kalten Jahreszeit nehmen Norovirus-Infektionen wieder zu. Sie sind neben der Influenza die am häufigsten gemeldeten Infektionen in Deutschland. Im vergangenen Jahr wurden über 70.000 Fälle der Brechdurchfall-Erkrankung beim Robert Koch-Institut gemeldet, zum Großteil in den Wintermonaten. Dabei umfasst die Zahl nur jene Fälle, bei denen das Virus durch eine Laboruntersuchung nachgewiesen wurde. Die tatsächlichen Fallzahlen liegen um ein Vielfaches höher.

Der wichtigste Schutz vor einer Infektion besteht in häufigem, sorgfältigem Händewaschen mit Seife. Da Betroffene das Virus noch mehrere Wochen nach Ende der Symptome mit dem Stuhl ausscheiden, sollten sie in den Tagen nach der Erkrankung unbedingt weiterhin auf sorgfältige Hand- und Toilettenhygiene achten und noch mindestens zwei Tage nach Abklingen der Erkrankung zuhause bleiben.

Das Virus wird meist durch den direkten Kontakt mit Erkrankten übertragen, manchmal auch indirekt über Oberflächen – Ablageflächen, Türgriffe oder Waschbecken, die ein Erkrankter berührt hat. Noroviren sind sehr widerstandsfähig und können mehrere Tage auf Oberflächen überleben. Gleichzeitig sind sie hochansteckend, sodass es trotz aller Vorsicht und Hygiene zu Infektionen kommen kann. Kinder unter fünf und ältere Menschen ab 70 haben ein erhöhtes Risiko für schwere Verläufe. Wenn Angehörige oder Pflegende feststellen, dass sich der Allgemeinzustand eines Patienten deutlich verschlechtert, sollten sie medizinische Hilfe suchen.

Norovirus und Arzneimittel

Oralpädon bei NorovirusDa die Krankheit dem Körper Wasser und Elektrolyte entzieht, sollten Betroffene viel trinken. Cola und Salzstangen sind nicht das Mittel der Wahl. Besser geeignet sind fertige Trinklösungen aus der Apotheke, die man selbst herstellen kann.

Erkrankte sollten den Kontakt zu anderen Menschen weitestgehend meiden. Bestenfalls sollten sie auch separate Toiletten, auf jeden Fall aber separate Handtücher verwenden. Toilette, Waschbecken, Türgriffe und Böden sind regelmäßig mit Einwegtüchern zu reinigen. Dazu reichen meist Wasser und gängige Reinigungsmittel. Die Nutzung spezieller Desinfektionsmittel kann sinnvoll sein. Bettwäsche, Kleidung und Handtücher bei höchstmöglichen Temperaturen waschen.

Wichtig: Die Ausscheidung von Noroviren über den Stuhl kann noch Wochen nach Abklingen der Erkrankung anhalten, daher auch in den Tagen danach auf sorgfältige Hand- und Toilettenhygiene zu achten.

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