Krebserkrankungen: Gesund essen uns laufenEs klingt banal, ist aber nicht trivial: Gesunde Ernährung und Bewegung beugen Krebserkrankungen vor.
Auch wenn Ernährungsstudien meist epidemiologische Studien sind, spricht vieles dafür, dass die Art, wie wir leben, ein maßgeblicher Faktor dafür ist, ob im Verlauf des Lebens eine Krebserkrankung auftritt oder nicht.

Zahlen Krebserkrankungen

Die WHO geht davon aus, dass in den westlichen Industrienationen 30 Prozent aller Krebserkrankungen: Gesund essen und laufenKrebserkrankungen auf ungünstige Ernährungs- und Bewegungsgewohnheiten zurückzuführen sind. Bei einer gesunden Ernährung und ausreichend Bewegung, so schätzt man, könnten womöglich 70 Prozent aller Darmkarzinome vermieden werden. Bei Lymphomen oder Leukämien liegt der Anteil dagegen wahrscheinlich im niedrig einstelligen Bereich.

Ein Grund für den relevanten Einfluss der Ernährung auf die Krebsentstehung sind die aufgenommenen Toxine, etwa solche, die von Schimmelpilzen gebildet werden und in Getreidesorten vorkommen können. Diese lösen zum Beispiel Leberkarzinome aus. Nitrosamine kamen früher in gepökelten Fleischwaren, aber auch in Bier und Malzkaffee vor. Mit geänderten Herstellungsverfahren konnte deren Gehalt inzwischen deutlich gesenkt werden. Acrylamid, das im Tabakrauch vorkommt und auch durch das starke Erhitzen von Lebensmitteln entsteht, hat im Tierversuch zu Erbgutveränderungen und Tumoren geführt. Ein starker Alkoholkonsum über längere Zeit ist ein Risikofaktor für Kopf-Hals- oder Speiseröhrentumore.

Gesundheit und Alkohol

Überhaupt ist Alkohol eines der wichtigsten Toxine: 96 Prozent der Erwachsenen in Deutschland konsumieren Alkohol. 1,77 Millionen Männer und Frauen davon sind alkoholabhängig. Daher erklärt die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) nicht mehr, wie viel Gramm Alkohol pro Woche unbedenklich seien. Heute heißt es: „Mit jedem Glas Alkohol steigt das Krebsrisiko!“

 

Gesundheit und Gewicht

Der im Vergleich wahrscheinlich stärkste Risikofaktor für die Karzinomentstehung ist Übergewicht. Hier gibt es einen linearen Zusammenhang auf die häufigsten Krebsarten Brustkrebs, Prostatakarzinom und Darmkrebs. Bis etwa zum 65. Lebensjahr sollte der Body Mass Index (BMI) unter 25 kg/m2 gehalten werden, über 65 Jahre werden bis 30 kg/m2 akzeptiert, ohne dass eine Gewichtsreduktion zu empfehlen ist. Letzteres liegt am sogenannten Obe-sity-Paradoxon, das wegen des unerwünschten Gewichtsverlustes bei Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, COPD oder Krebs einen Überlebensvorteil von leicht Übergewichtigen beschreibt.

Was man also tun kann, um sein Leben zu verlängern, ist relativ banal: Sich gesund ernähren und ausreichend bewegen. Beides lässt sich nicht voneinander trennen.

Gesundheit

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