HypochonderSteckt hinter dem Husten vielleicht ein tödlicher Lungentumor? Und sind die Schmerzen in der Brust Anzeichen eines drohenden Herzinfarktes? Die ständige Furcht vor einer Krankheit bestimmt das Leben von Hypochondern. Die kleinste körperliche Veränderung sehen sie als Vorbote einer Krankheit, auch wenn der Arzt keine Anzeichen dafür feststellt.

HypochonderDie Einbildung, an einer schweren Erkrankung zu leiden, ist unabhängig von Geschlecht oder sozialem Status. Hypochonder sind meist ängstliche und vorsichtige Menschen. Bei seelischer Belastung, Stress, hoher Arbeitsbelastung oder Konflikten reagieren sie besonders aufmerksam auf die Signale ihres Körpers. Diese Hinweise werden dann überinterpretiert. Oft holen sie weitere Informationen ein, etwa über das Internet, die dann die Gewissheit, krank zu sein, bestätigen sollen.

Auch wenn solche Personen selten ernst genommen, von einigen sogar belächelt werden, die Symptome sind tatsächlich vorhanden. Schließlich kann die Furcht, die einen Hypochonder umtreibt, ernste Folgen haben: Chronifiziert sich das Leiden, können sie beispielsweise Depressionen entwickeln. Sie kapseln sich immer mehr von ihren Mitmenschen ab.

Charakteristisch für Hypochonder ist es auch, dass sie ständig ihren Arzt wechseln, was eine Diagnose zusätzlich erschwert. Da sie davon überzeugt sind, dass ihr Leiden körperliche Ursachen hat, zweifeln sie lange das Ergebnis ohne Befund an, verlangen weitere Untersuchungen und lehnen die Behandlung durch einen Psychologen ab. Deshalb ist es wichtig, Hypochonder behutsam davon zu überzeugen, dass bei ihnen ein psychosomatisches Problem vorliegt.

Therpieansätze

Bei der Therapie wird dann der Schwerpunkt darauf gelegt, dass Betroffene lernen, mit dem Leiden umzugehen und zu erkennen, dass nicht jedes körperliche Unwohlsein auf eine Krankheit hinweist. Entspannng durch Yoga oder autogenes Training können eine Hilfe sein. Versucht wird zudem, die negative Grundeinstellung vieler Betroffener zu ändern und sie zu positiven Denkmustern zu bewegen, sowie Strategien im Umgang mit Ängsten und Problemen zu erlernen. Im Einzelfall können auch bestimmte Medikamente unterstützend helfen. Und das breite Feld der Homöopathie bietet hier ebenfalls gute Ansatzpunkte, gern berät Sie Ihr Sonnen-Apotheke, Bergkamen dazu.