FurunkelSie sehen aus wie große Eiterpickel und sind sehr schmerzhaft: Furunkel entstehen, wenn sich ein Haarbalg und die ihn umgebende Haut entzünden. Sie können so groß wie eine Walnuss werden und fühlen sich wie harte Knoten an. Verschmelzen mehrere ineinander, entsteht ein sogenanntes Karbunkel. Für beide Varianten gilt: Finger weg! Jedes Drücken und Quetschen kann den Abszess nur schlimmer machen.

Wo findet man Furunkel?

Zu finden sind Furunkel vor allem im Gesicht, am Hals und im Nacken. Sie können sich aber auch in den Achseln oder Leisten, am Rücken, im Schambereich, am Gesäß und an den Oberschenkeln bilden. Verursacht werden sie meist durch das auf der Haut natürlich vorkommende Bakterium Staphylococcus aureus, das schon bei winzigen Verletzungen durch die Haut gelangt und Entzündungen verursachen kann.

Furunkel oder KarbunkelEin Furunkel entwickelt sich binnen Stunden bis Tagen. Manchmal tritt Eiter nach einigen Tagen von allein aus und das Geschwür heilt innerhalb weniger Wochen ab. Dann bleibt keine Narbe zurück. Verschwindet das Furunkel nicht von selbst, helfen feuchte antiseptische Wärmeumschläge oder Verbände mit Zugsalbe. Sie lassen den Abszess schneller reifen. Entleert er sich dann immer noch nicht von allein, muss er von einem Arzt aufgeschnitten werden. Das darf man keinesfalls selbst tun. Wer selbst am Geschwür herumdrückt, riskiert, dass sich Bakterien im Körper ausbreiten und zu Komplikationen führen. Befindet sich das Furunkel zudem im Gesicht, besteht das Risiko, dass Eiter und Bakterien ins Gehirn verschleppt werden und es dort möglicherweise zu einer Hirnhautentzündung oder zu Blutgerinnseln kommt. Kehren Furunkel immer wieder, nennt man das Furunkulose. Das kann auf eine Grunderkrankung wie etwa Diabetes, eine Niereninsuffizienz, einen Immunmangelzustand oder auch ein Hautekzem hinweisen.

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Karbunkel, also ineinander verschmolzene Furunkel entstehen meist im Nacken oder auf dem Rücken. Es handelt sich um eine sehr ernst zu nehmende Erkrankung, bei der es meist zu starker Abgeschlagenheit, Fieber und Schüttelfrost kommt. Außerdem besteht die Gefahr einer Sepsis. Zur Therapie sind meist ein chirurgischer Eingriff sowie eine antibiotische Behandlung, die meist einige Wochen dauert, erforderlich.