Eine Darmspiegelung ist die effektivste Vorsorgemaßnahme gegen Darmkrebs. Dennoch scheuen sehr viele Menschen diese Untersuchung aus Angst vor dem eigentlichen Eingriff. Auch die vorausgehende notwendige Darmreinigung ist mit unangenehmen Vorstellungen verbunden. Mit diesen Vorurteilen will die Felix-Burda-Stiftung aufräumen und hat den Monat März zum Darmkrebsmonat erkoren, um jährlich das Thema publik zu machen und Vorbehalte abzubauen. Tatsächlich war früher die Darmreinigung für den Patienten eine Prozedur, weil vier Liter einer salzigen und widerlich schmeckenden Flüssigkeit innerhalb weniger Stunden getrunken werden mussten. Häufig behinderten auch Übelkeit und Erbrechen die korrekte Reinigung. Der Darm war dann nicht vollständig gesäubert und die Untersuchung wurde durch Stuhlreste behindert. Mittlerweile gibt es modernere Produkte, die die Darmreinigung wesentlich angenehmer machen. Der Patient stellt sich mit dem Inhalt von zwei verschiedenen Beuteln einen Liter Lösung her, der am Vorabend der Untersuchung in ein bis zwei Stunden getrunken wird. Etwas gekühlt oder mit Apfelsaft vermischt lässt sich die Lösung gut trinken. Es empfiehlt sich noch einen weiteren Liter klarer Flüssigkeit wie etwa Wasser, Tee, klare Brühe  oder Fruchtsaft ohne Fruchtfleisch nachzutrinken. Am Tag der Untersuchung wird morgens noch mal ein zubereiteter Liter getrunken. Das enthaltene Polyethylenglykol zieht große Mengen Wasser in das Darmlumen und der Stuhl wird aufgeweicht. Durch die Volumenvergrößerung wird die Darmbewegung angeregt und der Darm vollständig entleert. Einige Tage vor der Untersuchung sollten körnige Lebensmittel wie Tomate, Müsli, Kiwi und Körnerbrot vermieden werden und am Tag davor keine faserreiche Kost mehr gegessen werden. Der nun folgenden Darmspiegelung kann der Patient gelassen entgegen sehen: Er bekommt ein Beruhigungsmittel oder sogar eine Kurznarkose und bei Bedarf ein Schmerzmittel, sodass er von dem Eingriff nichts mitbekommt.

Wünschenswert ist es, dass Personen ab dem 55. Lebensjahr alle zehn Jahre eine Darmspiegelung durchführen lassen. Entartete Zellen können so schon im Frühstadium erkannt und bereits entfernt werden, bevor Krebs entsteht. Liegen Darmkrebsfälle in der Familie vor, ist Blut im Stuhl oder treten sonstige Darmbeschwerden auf, wird der behandelnde Arzt auch schon früher eine Spiegelung zur Abklärung empfehlen. Für weitere Informationen ist Ihre Apotheke jederzeit für Sie da.