Thermometer Sonnen-Apotheke, BergkamenAlle Jahre wieder ereilt uns das gleiche Drama: Mit dem Beginn der Herbst- und Wintermonate haben Viren und Bakterien leichtes Spiel und attackieren die Atemwege der Menschen.
Triefende Nasen, Halsschmerzen, hartnäckiger Husten und Gliederschmerzen machen den Betroffenen zu schaffen. Aber dem Angriff muss man sich nicht völlig hilflos ausgeliefert fühlen. Zunächst ist die Vermeidung von Infektionsquellen wie etwa ein enger Kontakt zu erkrankten Personen die effektivste Prophylaxe. Einen guten Schutz vor Keimen bieten häufiges Händewaschen, Desinfektion der Hände sowie das Tragen von Handschuhen und Mundschutz in extremen Fällen.
Will man einem möglichen Infekt vorbeugen, ist der Einsatz von Vitaminen, Mineralstoffen und pflanzlichen Mitteln durchaus erfolgsversprechend. Zwar lässt sich ein grippaler Infekt oft nicht völlig verhindern, aber zumindest in seiner Schwere abmildern und in seiner Dauer abkürzen. Die allseits beliebten Vitamin C-Produkte bringen allerdings kaum einen Nutzen in der Prophylaxe. Sinnvoller ist eine Zinkgabe von 10 bis 15 Milligramm pro Tag für Erwachsene, auch wenn die Nase bereits läuft. Gerade bei Kindern kann die Einnahme von sogenannten Probiotika, also bestimmter Lactobazillen, die Häufigkeit von Infekten der oberen Atemwege deutlich verringern. Auch ist ein ausgewogener Vitamin D- Spiegel für ein intaktes Immunsystem notwendig und eine erhöhte Aufnahme ist gerade in den sonnenarmen Wintermonaten sinnvoll. Ein gut zusammengesetzter Mikronährstoffmix, wie er von diversen Firmen angeboten wird, erleichtert sicherlich die Anwendung.
Die noch bis vor ein paar Jahren beliebten Echinacea-Mittel bringen als alleinige Gabe keinen großen Nutzen. Vorteilhafter sind Kombinationen aus pflanzlichen Erkältungsmitteln, die zum Teil vorbeugend oder bei den geringsten Symptomen empfohlen werden. Eine nachgewiesene Immunstimulation geht von Extrakten aus Eibischwurzel, Kamillenblüten oder Eisenkraut aus. Gute antibakterielle Effekte zeigen Pelargoniumwurzel sowie diverse ätherische Öle. Den Kampf gegen Viren kann man gut mit Thymian, Anis, Myrtol und Pfefferminzöl aufnehmen. Beide – Viren und Bakterien – lassen sich hervorragend mit einer Kombination aus Kapuzinerkresse und Meerrettichwurzel bekämpfen. Auch die Homöopathie bietet wirksame Mittel zu einer sanften Behandlung.