VaginalpilzePilzerkrankungen (Vaginalpilze) im Intimbereich  gehören zu den häufigsten Erkrankungen im Genitalbereich. Fast jede Frau leidet mindestens einmal im Leben daran. Ob es sich um einen Befall mit Pilzen oder Bakterien handelt – die Symptome sind ähnlich: Juckreiz, Brennen, Rötung und Ausfluss. Bei einem bakteriellen Befall wird der Ausfluss allerdings als unangenehm riechend beschrieben. Hauptbewohner der Vaginalschleimhaut sind Laktobazillen, also Milchsäurebakterien, die den pH-Wert in einem leicht sauren Bereich stabil halten. Durch eine Verschiebung des pH- Wertes können vermehrt Pilze wachsen und zu einer Infektion mit den typischen Beschwerden führen.

Die Pilzkulturen – zumeist Candida – kommen auf jeder gesunden Haut vor und verursachen normalerweise keine Probleme. Verantwortlich für eine  Verschiebung des Milieus  können eine Antibiotikaeinnahme, übertriebene Intimhygiene oder ein geschwächtes Immunsystem sein. Auch die verschiedenen hormonellen Situationen im Leben einer Frau wie Monatszyklus, Schwangerschaft oder Menopause können die Anfälligkeit für Pilzinfektionen erhöhen. Zumeist kennen die betroffenen Frauen die Symptome und suchen direkt Rat in der Apotheke.

Therapie der Vaginalpilze

Eine Therapie mit dem Wirkstoff Clotrimazol für einen oder drei Tage als Vaginalzäpfchen in Kombination mit einer Creme für den äußeren Bereich lässt die Symptome schnell abklingen. Im Anschluss an die Antipilzbehandlung sollte die Vaginalschleimhaut wieder aufgebaut werden, um ein erneutes Aufflackern der Infektion zu vermeiden. Auch bei wiederkehrenden Blasenentzündungen, die häufig durch Keime aus dem Magen-Darmtrakt verursacht werden,  fehlt oft der notwendige Säureschutz. Hier helfen Produkte, die Milchsäure enthalten, in Form von Cremes oder Zäpfchen lokal angewendet. Sinnvoll ist es auch, die Milchsäurebakterien oral zu verabreichen, damit sich die Bakterien wieder in der Schleimhaut anreichern, um wieder ausreichend Milchsäure selbst zu produzieren. Die Produkte sollten kurmäßig über sieben Tage angewendet werden oder vorbeugend ein- bis zweimal pro Woche. Lipidhaltige Cremes und befeuchtende Gele können die empfindliche Schleimhaut schützen.

Treten die Symptome zum ersten Mal im Leben einer Frau auf, ist sie jünger als 18 Jahre, ist sie schwanger oder sind die Beschwerden nicht eindeutig zuzuordnen, ist sicherheitshalber ein Arzt aufzusuchen.

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