Tecfidera bei MSDie Europäische Kommission hat Tecfidera (Biogen Idec) mit dem Wirkstoff Dimethylfumarat (DMF) als orale Basistherapie bei schubförmig remittierender Multipler Sklerose (RRMS) zugelassen.
Die zulassungsrelevanten Studien hatten ergeben, dass Tecfidera die Krankheitsaktivität, einschließlich Schübe und Entwicklung von Hirnläsionen, reduzieren und das Fortschreiten der Behinderung verlangsamen kann. Gleichzeitig überzeugte Tecfidera mit einem günstigen Sicherheits- und Verträglichkeitsprofil. Der exakte Wirkmechanismus von Tecfidera ist noch unklar. Angenommen wird, dass der Wirkstoff den Nrf2- Signalweg aktiviert. Dieser Signalweg ist ein körpereigener Abwehrmechanismus, der Zellen vor potenziell schädlichen Einflüssen wie Entzündungen und oxidativem Stress schützt.

MS – Multiple Sklerose:

Die Multiple Sklerose tritt in einer Häufigkeit von 50-100 Fällen auf 100.00 Menschen auf. Frauen sind deutlich häufiger betroffen, die Erkrankung beginnt meist zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr.
Die genaue Krankheitsursache ist nicht bekannt, man vermutet, dass es sich um eine Autoimmunerkrankung handelt, bei der es zu einer Abwehrreaktion gegen körpereigenes Gewebe kommt. Diese könnte durch eine vor der Pubertät erworbene Virusinfektion ausgelöst sein, welche aber erst Jahre später zum Ausbruch der Multiplen Sklerose führt.
Doch auch genetische und Umwelteinflüsse scheinen eine Rolle zu spielen. So kann man eine familiäre Häufung von Erkrankungsfällen beobachten. Für Umwelteinflüsse (z.B. Virusinfekte) spricht die Tatsache, dass die Erkrankungshäufigkeit mit steigender Entfernung vom Ãquator zunimmt. Beispielsweise ist die Erkrankungsrate in Schweden höher als in Marokko.