herpesPickel und entzündliche Eiterpusteln quälen nicht nur Jugendliche in der Pubertät. Auch Erwachsene sind betroffen. Die Ursachen sind vielfältig und immer wieder wird ein Zusammenhang zwischen der Pickelentstehung und der Art der Ernährung diskutiert. So konnte in einer Studie gezeigt werden, dass eine Diät mit Nahrungsmitteln, die einen niedrigen glykämischen Index aufweisen, geeignet sind, die Entzündungsvorgänge in der Haut zu bremsen.

Der glykämische Index ist ein Maß zur Bestimmung der Wirkung eines kohlenhydrathaltigen Lebensmittels auf den Blutzuckerspiegel. Je höher der Wert ist, desto höher steigt der Blutzuckerspiegel nach Genuss an. So haben Weißbrot, zuckerhaltige Getränke, Bier, Kuchen und Honig einen hohen glykämischen Index. Dagegen lassen Vollkornprodukte, Obst, Nüsse, Gemüse, Milchprodukte und Fisch den Blutzuckerspiegel nicht so rasch ansteigen. An der Studie nahmen 32 Patienten mit leichter bis mittelschwerer Akne teil. Die Ernährung von 17 Teilnehmern bestand aus Nahrungsmitteln mit niedrigem glykämischen Index. Die anderen 15 Patienten ernährten sich wie gewohnt. In bestimmten Zeitabständen wurde der Gesamtzustand der Haut durch Fachärzte beurteilt. Die Anzahl der entzündlichen und nichtentzündlichen Akneläsionen wurde durch Digitalfotos festgehalten. Außerdem wurden Untersuchungen vorgenommen, um den Grad der Entzündungen zu bestimmen. Das Ergebnis nach zehnwöchiger Diät war beeindruckend: Die Patienten, die hauptsächlich Nahrungsmittel mit niedrigem glykämischen Index zu sich genommen hatten, hatten um 30 Prozent weniger entzündliche Akneläsionen. In der Kontrollgruppe, die sich wie gewohnt ernährt hatte, war keine signifikante Verbesserung durch die Hautärzte festzustellen. Durch eine Anfärbung von bestimmten Zellen konnte nachgewiesen werden, dass die Entzündungen in der Diätgruppe im Vergleich zur Kontrollgruppe deutlich verringert wurden. Der Einfluss von zwei weiteren Faktoren auf die Entzündlichkeit konnte ebenfalls bewiesen werden. Beide fördern die Produktion von Fetten in den Drüsen, die dann einen guten Nährboden für Aknebakterien darstellen.