Die Einnahme von Statinen kann den Beginn eines Morbus Parkinson bei Menschen, die für diese neurode-generative Erkrankung prädisponiert sind, beschleunigen. Zu diesem Ergebnis kommen US-amerikanische Forscher vom Pennsylvania State University College of Medicine. Damit widersprechen sie früheren Untersuchungen, die Statinen einen eher protektiven Effekt zugeschrieben hatten. Durch die Auswertung von Daten aus einer Versicherungsdatenbank zeigte sich eine erhöhte Prävalenz der Parkinsonkrankheit insbesondere im ersten Behandlungsjahr mit Statinen. Dabei gab es einen Unterschied zwischen lipophilen, also ZNS-gängigen (z.B. Simvastatin, Atorvastatin) und wasserlöslichen (z.B. Pravastatin) Wirkstoffen: Patienten, die lipophile Statine einnahmen, hatten ein signifikant um 58 Prozent erhöhtes Risiko.