Ende letzten Jahres kam mit Opicapon als Ongentys® (Bial) ein neuer Wirkstoff für Patienten mit Morbus Parkinson auf den Markt. Opicapon hat den gleichen Wirkmechanismus wie andere bereits verfügbare Parkinson-Arzneistoffe, ist also ebenfalls ein Hemmstoff der Catechol-O-Methyltransferase (COMT). Der neue Wirkstoff darf Patienten mit motorischen End-of-Dose-Fluktuationen als Zusatztherapie verordnet werden, wenn die Gabe von L-DOPA plus Carbidopa oder Benserazid allein nicht zur Stabilisierung des Zustands führt. Die empfohlene Dosis beträgt 50 mg pro Tag, am besten einmal täglich beim Zubettgehen, mindestens jedoch eine Stunde vor oder nach der L-Dopa-Kombination. Da Opicapon die Wirkungen von L-Dopa verstärkt, ist in den ersten Tagen bis Wochen nach Beginn der Therapie mit Ongentys häufig eine Anpassung der L-Dopa-Dosierung notwendig.