fischGesättigte Fettsäuren sind schlecht, ungesättigte gut – so lautet häufig die lapidare Aussage. Doch ganz so einfach ist es nicht. Denn auch bei den ungesättigten Fettsäuren gibt es noch Untergruppen mit unterschiedlichen Auswirkungen auf den Körper.

Unterschieden werden drei Gruppen von Fettsäuren: Gesättigte Fettsäuren kommen vor allem in tierischen Produkten wie Wurst, Fleisch und Käse vor sowie in festen Fetten wie Kokosfett oder Schmalz. Ungesättigte Fettsäuren haben ihren Ursprung vorrangig in pflanzlichen Ölen. Und dann gibt es noch die sogenannten Transfettsäuren, die in gehärteten Produkten wie Frittierfett, Margarine oder in Fertigprodukten enthalten sind. Sie sind besonders ungünstig, was die Wirkung auf den Organismus angeht.

Mittlerweile hat sich gezeigt, dass in den Industrieländern bei den ungesättigten Fettsäuren zu viel Omega-6-Fettsäure aufgenommen wird. Dafür mangelt es an Omega-3-Fettsäure. Beide haben eine abweichende Struktur und wirken deshalb unterschiedlich auf den Organismus. Beste Omega-3-Lieferanten sind fette Kaltwasserfische wie Lachs, Thunfisch, Hering und Makrele. Fettarme Fische und Süßwasserfische enthalten wenig von dem wertvollen Fett. Auch in Lein-, Hanf- und Rapsöl ist noch eine beachtliche Menge an Omega 3 enthalten.

Obwohl es immer wieder Berichte gibt, dass zu viel Omega 3 dem Körper schade, gibt es keine einzige Studie, die dies belegt. Nachgewiesen ist hingegen ein positiver Effekt. Demnach senken Omega 3 den Blutdruck, wirken ähnlich wie ASS auf die Blutgerinnung, verringern Entzündungen und bieten einen Schutz vor Herzrhythmusstörungen.

Möglicherweise haben sie sogar einen positiven Effekt bei Osteoporose, Allergie, Depressionen und Alzheimer. Eine vorbeugende Einnahme ist bei allen genannten Krankheiten möglich. Um einen Effekt zu erzielen, sollte jedoch eine Dosis von 500 Milligramm eingenommen werden. Entsprechende Kapseln hält Ihre Apotheke für Sie bereit. Ebenso kann natürlich auch zweimal die Woche auf fetten Fisch zurückgegriffen werden.

Auch bei einer vorliegenden Erkrankung empfiehlt sich die Einnahme von Omega 3-Fettsäuren. 1000 Milligramm oder vier Fischmahlzeiten pro Woche sollten es dann sein, damit das Fett seine positive Wirkung entfalten kann.