In den USA ist der Interleukin-5-Antikörper (IL-5) Mepolizumab (Glaxo SmithKline) zur Zulassung empfohlen. Diese Substanz soll zur Add-on-Behandlung von schwerem Asthma bei Erwachsenen ab 18 Jahren mit eosinophiler Entzündung zum Einsatz kommen. Verabreicht wird sie subkutan in einer fixen Dosierung alle vier Wochen. Sollte Mepolizumab zugelassen werden, dann wäre es nach Omalizumab (Xolair von Novartis Pharma) das zweite Antikörper-Produkt für Asthma-Patienten. Omalizumab bindet die allergischen IgE-Antikörper und wurde 2005 als Zusatztherapie zur verbesserten Asthmakontrolle bei Patienten mit schwerem persistierendem allergischem Asthma zugelassen. Es wird nicht zuletzt aufgrund der hohen Therapiekosten relativ selten eingesetzt. Die gleichen Voraussetzungen dürften auch für Mepolizumab gelten. Für Mepolizumab deutet sich eine zweite Indikation an. Der Wirkstoff ist möglicherweise beim Churg-Strauss-Syndrom wirksam, einer seltenen Autoimmunerkrankung, die mit einer starken Vermehrung eosinophiler Granulozyten im Gewebe einhergeht und bei einer Beteiligung des Herzmuskels häufig tödlich endet.