GespraechImpfungen tun mal kurz weh, aber können vor gefährlichen Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten und Masern schützen. Die Krankheitserreger Masern und Röteln sollen, so das Ziel der WHO, auf Dauer ausgerottet werden. Allerdings lassen sich Masernausbrüche erst dann verhindern, wenn mindestens 95 Prozent der Bevölkerung gegen das Virus immun sind.
Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten für alle Impfungen, die in der Schutzimpfungs-Richtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses (GBA) aufgeführt sind. Erwachsenen empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) alle zehn Jahre eine Auffrischimpfung gegen Diphtherie und Tetanus. Beides sind schwere bakterielle Infektionskrankheiten. Einmalig sollten sich Erwachsene in Kombination mit dieser Immunisierung auch gegen Keuchhusten impfen lassen. Über 60-Jährigen wird zudem eine einmalige Schutzimpfung gegen Pneumokokken und eine jährliche Impfung gegen Grippe empfohlen.
Bei den Standard-Impfungen gegen Masern, Mumps und Röteln sind die Impfquoten in Deutschland verbesserungswürdig. Vor allem die Masern-Impflücken bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen tragen zu den immer wieder auftretenden Masern-Ausbrüchen bei.
Die STIKO empfiehlt, Kindern im Alter zwischen elf und 14 Monaten die erste Kombinationsimpfung gegen Masern, Mumps und Röteln zu geben. Die zweite Impfung sollten sie im Alter von 14 bis 23 Monaten erhalten. Nur mit zwei Impfungen baut der Körper ausreichend Antikörper gegen die Infektionskrankheiten auf.
Seit 2010 rät die STIKO auch allen nach 1970 geborenen Erwachsenen, die nicht vollständig gegen Masern geimpft sind, zu einer einmaligen Immunisierung. Das gilt auch für alle, die nicht wissen, ob sie über einen ausreichenden Schutz verfügen.
Masern gehören zu den ansteckendsten Krankheiten überhaupt. Die Viren werden durch kleinste Tröpfchen beim Sprechen, Husten oder Niesen übertragen. Anders, als häufig angenommen, sind Masern keine harmlose Kinderkrankheit. Sie führt zu den bekannten Symptomen Hautausschlag und Entzündung der Schleimhäute. Als Komplikationen kann der Erreger Mittelohrentzündungen, Bronchitiden oder Lungenentzündungen auslösen. Eine seltene, aber schwere Komplikation ist die Gehirnhautentzündung, die zu dauerhaften Schäden oder zum Tod führen kann.
Die Impfung ist in der Regel gut verträglich.