malariaBei der Malaria, auch Sumpffieber oder Wechselfieber genannt, handelt es sich um eine Tropenkrankheit, die durch Parasiten der Gattung Plasmodium ausgelöst werden. Durch den Stich der Anopheles-Mücke werden die Parasiten auf den Menschen übertragen. Es kommt zu periodisch wiederkehrendem Fieber, Schüttelfrost, Magen-Darm-Beschwerden und Krämpfen.Bei Kindern und Jugendlichen kann Koma auftreten und die Krankheit tödlich enden. Laut Angaben der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sterben jährlich rund eine Million Menschen an den Folgen einer Malariainfektion, die Hälfte davon sind Kinder unter fünf Jahren. Die Erkrankungsfälle belaufen sich in Deutschland auf etwa 900 Personen im Jahr, die sich zumeist in afrikanischen Gebieten aufgehalten haben.

Nun überrascht es, dass seit 2009 vereinzelt Malaria-Fälle vor allem in Griechenland auftreten. Seit 2011 häufen sich dort die Infektionen von Personen, die nicht in ein Malaria-Endemiegebiet gereist waren. Sie müssen sich vor Ort infiziert haben. Es handelte sich immer um mild verlaufende Malariaformen und die Fälle konzentrierten sich auf eine griechische Region, wo die Malaria seit 2500 Jahren bekannt ist.

Für das Wiederaufflammen der Erkrankung in Regionen, in denen die Malaria als besiegt galt, gibt es mehrere Gründe: Neben der menschlichen Migrationsfreudigkeit sind zunehmende Resistenzen der Parasiten auf Chloroquin zu verzeichnen. Ferner sind die Überträgermücken zunehmend resistent auf Insektizide, was die Malariaprophylaxe erschwert. Die gute Nachricht: Laut WHO ist das Infektionsrisiko für Touristen gering. In jedem Fall wird aber zu sorgfältigen Mückenschutzmaßnahmen geraten, vor allem in den Hauptübertragungsmonaten Mai bis Oktober. Kehren Reisende aus Griechenland mit unklaren Fieberzuständen zurück, sollte an eine mögliche Malariainfektion gedacht werden. Problematisch ist dabei, dass die Inkubationszeit von zwei Wochen bis zu mehreren Monaten reichen kann. Aber nicht nur in Griechenland, sondern auch in anderen europäischen Ländern – sogar in Deutschland – findet man Anopheles-Mücken und andere Krankheiten übertragende Insekten, die Malaria übertragen könnten.