ernaehrungspyramideFette und ihre Aufnahme über die Nahrung sind für uns Menschen lebenswichtig. Sie liefern Energie, unterstützen das Immunsystem und sind an zahlreichen Stoffwechselprozessen beteiligt. In unseren Lebensmitteln sind Fette in Form von Fettsäuren enthalten, zumeist in einer Kombination aus gesättigten, sowie einfach und mehrfach ungesättigten Anteilen. Ungesunde, gesättigte Fette kommen vor allem in tierischen Produkten wie Fleisch, Wurst und Butter vor.
Laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) ist eine Fettzusammensetzung, wie man sie vorwiegend in Pflanzenfetten findet, gesund und kann das Risiko für Herzerkrankungen senken. In den Ölen der Pflanzen von Distel, Hanf, Sonnenblume, Soja oder Raps steckt  ein hoher Anteil an mehrfach ungesättigten Fettsäuren.
Doch der Trend zu einer fettarmen Ernährung hält seit den 70er Jahren an. Lebensmittel wie fettreduzierte Joghurts und Wurst füllen die Supermarktregale und werden gerne gekauft – für eine vermeintlich „schlankere“ Ernährung. Nur wird die Fettreduktion zumeist ausgeglichen durch einen höheren Zuckeranteil.
Weitere „Dickmacher“ sind industriell verarbeitete Getreideprodukte wie Nudeln, Chips und Gebäck. Der Anteil übergewichtiger Erwachsener steigt stetig an und auch viele unserer Schulkinder sind schlichtweg zu dick.  So schlagen auch die Krankenkassen Alarm, weil die Kosten für ernährungsbedingte Krankheiten wie koronare Herzkrankheit, Herzinfarkt, Schlaganfall und Diabetes ansteigen.
Bisher lag das Augenmerk auf dem Fettanteil der Nahrung. Lange galt Cholesterin aus der Nahrung zu Übergewicht führend. Heute weiß man, wie wenig Einfluss das Nahrungscholesterin auf die Blutfette hat. Es geht nicht mehr darum, den empfohlenen Gesamtfettgehalt von 30-35 Prozent in der täglichen Ernährung zu reduzieren. Vielmehr ist es sinnvoll, im Rahmen einer kalorienbewussten Ernährung die richtigen Fette im gesunden Verhältnis zu sich zu nehmen: Also etwa ein Drittel gesättigte Fette und je ein Drittel einfach und mehrfach ungesättigte Fette.
Fettlieferanten gesunder Fette sind neben den Pflanzenölen fetter Seefisch wie Hering, Makrele und Lachs, sowie Nüsse und Avocados. Dabei sollte jedoch nicht vergessen werden: Fett ist der Geschmacksträger Nummer eins. Je besser eine Mahlzeit schmeckt, desto mehr wird gegessen. Demnach machen auch gesunde Fette irgendwann dick, wenn zu viel davon verzehrt werden.

Resümee: Low-Fat ist out