ParkinsonDie Parkinsonsche Krankheit gehört zu den häufigsten neurologischen Erkrankungen des zentralen Nervensystems. Aus noch unbekannter Ursache sterben im Gehirn Nervenzellen ab, die normalerweise Dopamin bilden. Dadurch kommt es zu einem Ungleichgewicht von Überträgerstoffen (Neurotransmittern).

Vor allem durch den Dopamin-Mangel kommt es zu Einschränkungen der Beweglichkeit, die Bewegungsabläufe sind gestört. Im fortgeschrittenen Stadium zeigen sich Symptome wie Muskelstarre, mangelnde Stabilität des Körpers beim Gehen oder Stehen. Häufig zittern die Hände in Ruhe, die Verdauung ist gestört und die Patienten klagen über einen unruhigen Schlaf. Die Mimik wird starr und die Stimme leiser. Feinmotorische Tätigkeiten wie Kämmen, Zähneputzen oder die Hose zuknöpfen fallen zunehmend schwerer.

Diagnose Parkinson

Zu etwa 50 Prozent wird die Diagnose zwischen dem 50. und 60. Lebensjahr gestellt, seltener sind jüngere Menschen betroffen. Mit zunehmendem Alter steigt der Prozentsatz an. Die Erkrankung beginnt schleichend und die ersten Symptome sind äußerst unspezifisch. Müdigkeit, Muskelverspannungen im Schulterbereich und in den Armen sowie depressive Verstimmungen können zunächst auch andere Ursachen haben. Auffallend ist allerdings, dass sich lange vor dem Einsetzen der Bewegungsstörungen der Geruchssinn verschlechtert. Auch bei plötzlichen Gangunsicherheiten und einer neu aufgetretenen Neigung zu Stürzen sollte ein Facharzt eine intensive Untersuchung durchführen. Hierbei handelt es sich gerade im Frühstadium um eine schwierige Diagnose, da es keinen Bluttest oder bildgebende Verfahren zur eindeutigen Absicherung gibt.

Ursachen

Weil die Ursachen des Morbus Parkinson nicht bekannt sind, können bisher nur die auftretenden Symptome gelindert werden. Ein Fortschreiten des Zelluntergangs kann bisher nicht gestoppt werden.  Um die Beschwerden zu lindern, bekommt der Patient Vorstufen des Dopamin in Form von Tabletten. Je nach Ausmaß der Symptome kommen weitere Arzneistoffe dazu, die den Abbau des Dopamin hemmen oder ausgleichend auf die anderen Neurotransmitter wirken. Für die Einstellungsphase auf die Medikamente ist Geduld gefragt und gerade zu Beginn kann unter anderem eine starke Tagesmüdigkeit auftreten. Ist ein Patient allerdings gut auf seine Medikamente eingestellt, kann er eine recht hohe Lebensqualität erreichen und hat eine ähnlich gute Lebenserwartung wie ein gesunder Mensch.

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