kopflaeuse-sonnen apotheke bergkamenBild2Kopfläuse befallen meist Kinder, die sie untereinander weiterverbreiten. Entgegen des Vorurteils hat Kopflausbefall nichts mit Unsauberkeit zu tun. Es spielt für die Übertragung keine Rolle, ob man sich häufig die Haare wäscht oder nicht. Kopfläuse verschwinden nur durch die wiederholte Anwendung eines entsprechenden Kopflaus-Mittels und wenn die Haare zusätzlich ausgekämmt werden.
Kopfläuse sind etwa zwei Millimeter große Parasiten, die sich von menschlichem Blut ernähren. Ihre Stiche in die Kopfhaut jucken und können sich entzünden. Bei einem Befall sind mehrere Lebensstadien gleichzeitig zu finden, von den Eiern (Nissen) bis zu erwachsenen Tieren. Weil Kopflausmittel nicht alle Lebensstadien gleichzeitig zuverlässig abtöten, können nach einer einmaligen Behandlung neue Larven schlüpfen. Deshalb ist nach acht bis 10 Tagen unbedingt eine Wiederholungsbehandlung zu empfehlen.
Die korrekte Anwendung der verschiedenen Produkte gegen Kopfläuse ist je nach verwendetem Inhaltsstoff unterschiedlich. Daher ist es wichtig, vor der Anwendung den Beipackzettel genau durchzulesen bzw. die Anweisungen des Apothekers zu beherzigen. Mögliche Fehler sind zu kurze Einwirkzeiten, zu sparsames oder ungleichmäßiges Auftragen.
Um eine starke Verdünnung zu vermeiden, sollten die Mittel nicht im tropfnassen Haar verteilt werden. Zusätzlich zur Behandlung mit einem Kopflausmittel wird der Vorgang  durch Auskämmen ergänzt. Nur mit einem speziellen, sehr feinen Kamm lassen sich die Nissen entfernen. Weniger schmerzhaft ist das Kämmen, wenn die Haare nass und mit viel Pflegespülung geschmeidig gemacht worden sind.
Übertragen werden Kopfläuse durch direkten Kontakt, etwa wenn Kinder beim Spielen die Köpfe zusammenstecken, oder über gemeinsam benutzte Gegenstände wie Bürsten  oder Fahrradhelme. Kopfläuse können weder springen noch außerhalb der Haare weite Strecken krabbeln.  Da sie nur auf Menschen überleben, werden sie durch Haustiere nicht übertragen.
Hat ein Kind Kopfläuse, müssen sich Eltern nicht nur um ihr eigenes Kind kümmern. Sie sind nach dem Infektionsschutzgesetz verpflichtet, zusätzlich die Schule oder den Kindergarten zu informieren. Betroffene Kinder dürfen die Gemeinschaftseinrichtungen erst wieder besuchen, wenn der Kopflausbefall beseitigt ist.