Gerade Eltern greifen gern mal zu homöopathischen Arzneimitteln, wenn es um die Behandlung der Beschwerden ihrer Kinder geht. Die Homöopathie ist eine alte Heilmethode, die darauf basiert, dass Ähnliches durch Ähnliches geheilt wird. Das bekannteste Beispiel ist die Küchenzwiebel: Unsere Augen und die Nase fangen an zu laufen, wenn man sie schneidet. In der Homöopathie wird Allium cepa (lateinisch für Küchenzwiebel) gegen einen fließenden, wässrigen Schnupfen eingesetzt, allerdings hoch verdünnt, das heißt „potenziert“.

Obwohl aus naturwissenschaftlicher Sichtweise in solch einer homöopathischen Verdünnung keine Stoffmengen mehr nachweisbar sind, die eine Wirkung ausmachen könnten, ist die Wirksamkeit oft erstaunlich. Dabei ist es für den Laien oft schwierig, aufgrund von fehlendem Wissen und Erfahrung zielsicher das richtige Einzelmittel zu finden. Auch für das Apothekenpersonal ist es trotz höherem Wissensstand kaum möglich, ohne größeren Zeitaufwand ein passendes homöopathisches Mittel aus etwa 2000 Mitteln zu finden.

So ist man mit homöopathischen Komplexmitteln auf der sicheren Seite. Sie stellen eine Kombination aus den wichtigsten Einzelmitteln dar, die einen bestimmten Einsatzbereich abdecken. Vor allem im Erkältungsbereich gibt es einige komplex zusammengesetzte Arzneimittel, die häufig sogar schon für Säuglinge und Kleinkinder angewandt werden können. Die wichtigsten Einzelmittel gegen Husten, Schnupfen, Fieber und Abgeschlagenheit sind in Form von Tropfen, Streukügelchen, Saft oder Lutschtabletten kombiniert. Weitere beliebte Einsatzgebiete sind Schlafstörungen, Nervosität, Unruhe, Allergien, Schmerzen und Verletzungen. Und diese Mittel haben darüber hinaus Vorteil eines deutlich geringeren Risikos für Nebenwirkungen.

Arnika, Aconitum und Hypericum sind zum Beispiel die drei „großen“ Mittel der Homöopathie bei Verletzungen und Nervenschmerzen. Zwei entzündungsregulierende Mittel und Calendula zur Wundheilungsförderung runden die Zusammensetzung  eines Komplexmittels gegen Schmerzen ab. Auch bei anderen Entzündungen der Haut und Schleimhaut lässt es sich anwenden.

All diese Komplexmittel sind bestens für die Selbstmedikation geeignet. Wenn man jedoch bei einer chronischen Erkrankung das für einen passende Einzelmittel einsetzen möchte, begibt man sich am besten in die Behandlung eines klassischen Homöopathen mit seiner umfangreichen Erfahrung. Ihre Apotheke vor Ort empfiehlt Ihnen gerne das für Ihre Beschwerden passende Komplexmittel.