KaffeeWissenschaftliche Untersuchungen weisen auf zahlreiche gesundheitsfördernde Effekte des Bohnengetränks hin. Ob als morgendlicher Muntermacher, zur Förderung der Verdauung nach dem Essen oder einfach als Genuss für zwischendurch – es gibt viele Gründe, die dafür sprechen, sich eine Tasse Kaffee aufzubrühen. Doch auch passionierte Kaffeetrinker stellen sich dabei manchmal die Frage, ob der Konsum von Kaffee auch gesund ist.

Die medizinische Forschung widmet sich diesem Thema deshalb besonders intensiv. Jedes Jahr erscheinen mehrere Hundert wissenschaftliche Studien, die sich mit den Wirkungen von Kaffee auf die Gesundheit befassen. Entgegen vieler Gerüchte übt Kaffee einen überwiegend günstigen Einfluss auf unser Wohlbefinden und unsere Gesundheit aus.

Das Aufgussgetränk ist das Lieblingsgetränk der Bundesbürger. Mit jährlich 148 Litern liegt der Pro-Kopf-Verbrauch des Wachmachers noch deutlich vor Bier oder Mineralwasser. Kaffee macht wach und steigert die Aufmerksamkeit. Dies ist bestens belegt und eine der bekanntesten Wirkungen der gerösteten braunen Bohnen. Insbesondere sein Koffein beschleunigt nachweislich die Informations- und Reizverarbeitung im Gehirn und erhöht damit die Konzentrationsfähigkeit und das Denkvermögen. Das kann nicht nur in Prüfungssituationen hilfreich sein.

Kaffee und Gesundheit

kaffeeKaffee unterstützt offenbar auch die Leber bei ihrer anstrengenden Arbeit. So sinkt das Risiko für eine Leberzirrhose um bis zu 80 Prozent, wenn man täglich vier oder mehr Tassen Kaffee zu sich nimmt. Erst im vergangenen Jahr hatten deutsche Forscher herausgefunden, dass dieser leberschützende Effekt des Kaffeegenusses wohl hauptsächlich auf das Koffein zurückzuführen ist.

Neben Koffein enthält das Getränk jedoch noch eine Vielzahl weiterer Stoffe, die sich gesundheitlich positiv bemerkbar machen. Ein Beispiel sind die Chlorogensäuren. Deren antioxidative Eigenschaften sollen maßgeblich dazu beitragen, dass der dauerhafte Genuss von vier bis sechs Tassen Kaffee pro Tag das Risiko für einen Altersdiabetes nahezu halbieren kann, wie zahlreiche Untersuchungen gezeigt haben. Auch vor der Parkinson-Krankheit scheint regelmäßiger Kaffeegenuss einen schützenden Einfluss zu haben.

Und last but not least haben finnische Wissenschaftler erst kürzlich bestätigt, was schon länger vermutet worden war: Kaffee schützt auch vor der Alzheimer-Demenz. Die Forscher hatten über viele Jahre hinweg den Kaffeekonsum von Menschen im mittleren Lebensalter beobachtet und dabei festgestellt, dass Kaffeetrinker seltener an Demenz erkrankten als Nicht-Kaffeetrinker. Am deutlichsten war dieser Effekt bei jenen, die täglich zwischen drei und fünf Tassen tranken. Vermutlich spielen auch hierfür die anregenden Wirkungen des Getränkes auf die Aktivität und Leistungsfähigkeit des Gehirns eine wichtige Rolle.