Hypotonie„Ein zu niedriger Blutdruck (Hypotonie) ist besser als ein zu hoher“, so die allgemeine Meinung bezüglich gemessener  Blutdruckwerte. Auch die meisten Ärzte stufen einen zu niedrigen Blutdruck nicht als Krankheit, sondern eher als „lebensverlängernde Befindlichkeitsstörung“ ein. Denn das Gefäßsystem wird weniger strapaziert,  Anfälligkeiten für Herzinfarkt, Schlag-anfall und Gehirnblutungen sinken.

Ein normaler Blutdruck liegt bei Werten von etwa 120/80 Millimeter Quecksilbersäule, abgekürzt mmHg.  Von einer arteriellen Hypotonie spricht man, wenn die Blutdruckwerte bei Männern unter 110/60 und bei Frauen unter 100/60 mmHg liegen.  Schätzungsweise haben zwischen drei und fünf Millionen Deutsche  hypotone Blutdruckwerte.

Obwohl eine arterielle Hypotonie nicht als eigenständige Erkrankung gilt, kann sie dennoch zu erheblichen Problemen führen. Das Blut fließt mit zu geringem Druck durch den Körper und die Fließgeschwindigkeit ist herabgesetzt. Irgendwann versackt das Blut in den Beinen, ein Ohnmachtsanfall ist möglich. Die Organe und das Gehirn werden nicht mehr ausreichend mit Blut versorgt und es kommt zu typischen Symptomen wie Schwindel, Ohrensausen, Kopfschmerzen, Blässe, kalte Hände und Füße sowie Flimmern und Schwarzwerden vor den Augen.

Besteht die arterielle Hypotonie nur vorübergehend, spricht man von einer orthostatischen Dysregulation. Dabei sackt das Blut durch langes Stehen oder durch plötzliche Lageveränderung vom Liegen zum Stehen in die unteren Körperabschnitte. Betroffen sind vor allem junge, schlanke Mädchen und Frauen in stressigen Situationen.

Hypotonie Behandlung

Zunächst sollten die Symptome ärztlich abgeklärt werden, um auszuschließen, dass keine schwerwiegende Erkrankung oder etwa Unregelmäßigkeiten der Schilddrüse dahinterstecken. Zur kurzfristigen Behandlung können pflanzliche Tropfen oder Medikamente mit einem den Blutdruck steigernden Wirkstoff eingesetzt werden. Auch Wechselbäder, Bürstenmassagen und Waschungen mit Rosmarinöl wirken Kreislauf anregend. Regelmäßiger Ausdauersport wie Schwimmen, Walken oder Joggen sowie eine kochsalzreduzierte Ernährung können den Kreislauf stabilisieren. Ferner sollte auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden. Problematisch wird es, wenn Senioren unter einer othostatischen Dysregulation leiden. Hier können die Gleichgewichtsstörungen zu  Stürzen führen, das Risiko für eine Ohnmacht oder Angina-pectoris-Anfälle ist erhöht.

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