In Indien wurde zum ersten Mal Hydroxychloroquin für die Behandlung des Diabetes Typ 2 zugelassen. Das Aminochinolin-Derivat wurde bisher zur Behandlung der rheumatoiden Arthritis und zur Malaria-prophylaxe und -therapie eingesetzt. Als positiver Nebeneffekt war in Studien aufgefallen, dass Patienten, die Hydroxychloroquin einnehmen, deutlich seltener an Typ-2-Diabetes erkrankten. Auch in In-vitro-Experimenten und Tierversuchen konnte gezeigt werden, dass Hydroxychloroquin die Insulinfreisetzung steigert und die Glukosetoleranz verbessert. Ein Abfall des Blutzuckers gilt als unerwünschte Wirkung bei der Malariabehandlung mit Hydroxychloroquin.