zahn2Wer selbst schon einmal unter Zahnschmerzen gelitten hat, weiß, wie unangenehm gerade dieser Schmerz sein kann. Obwohl die Zähne eine feste und robuste Struktur aufweisen, besitzt doch jeder Zahn ein ausgeprägtes und empfindliches Nervengeflecht, das bei Reizung stark reagiert. Das zeigt sich schon an der Empfindlichkeit der Zähne bei der Aufnahme von heißer oder kalter Nahrung.

Die häufigsten Schmerzen werden durch Entzündungen des Zahnes oder Zahnfleisches verursacht. Der Patient leidet unter pochenden Schmerzen, die meist in die ganze Gesichtshälfte ausstrahlen. Die Backe kann anschwellen. Zahnärzte verordnen zur Schmerzstillung zumeist Ibuprofen und eventuell ein Antibiotikum, falls die Entzündung zu weit vorangeschritten ist. Ibuprofen hat den Vorteil, das es neben der analgetischen Wirkung auch ein entzündungshemmendes Potenzial hat. Der gut verträgliche Wirkstoff ist bis zu 400 Milligramm pro Tablette in der Apotheke rezeptfrei zu erwerben.

Doch gerade gegen Zahnschmerzen gibt es auch eine Reihe bewährter Hausmittel: Allen voran ist die Gewürznelke zu erwähnen, die seit Jahrhunderten in der Therapie von Zahnschmerzen eingesetzt wird. Ihr wichtigster Inhaltsstoff, das ätherische Öl Eugenol, wirkt betäubend, antientzündlich und gegen Bakterien. Praktischerweise können die getrockneten Gewürznelken in der Nähe des schmerzenden Zahns zerbissen werden. Alternativ kann auch das reine Nelkenöl mit dem Finger oder einem Wattestäbchen auf die schmerzende Stelle aufgetragen werden. Allerdings sollte das Öl sparsam verwendet werden, da zu viel den Zahnnerv schädigen kann.

Gut entzündungshemmend wirkt auch Salbei. Hier haben sich Mundspülungen mit frisch zubereitetem Salbeitee als wirksam erwiesen. Zur Schmerzlinderung eignen sichweiterhin Mundspülungen mit schwarzem oder grünen Tee sowie mit Kamille. Ein weiteres bekanntes Hausmittel gegen Zahnschmerzen ist Rosmarin. Seine Blätter enthalten ebenfalls ätherische Öle, die entzündungshemmend und schmerzlindernd wirken. Hierfür werden die getrockneten Blätter gut zerkaut.

Ein Klassiker ist das Spülen des Mundraumes mit hochkonzentriertem Alkohol, der betäubend wirkt und Bakterien abtötet. Allerdings sollte er nicht geschluckt werden. Auch heiße Fußbäder können aufgrund ihrer ableitenden Wirkung schmerzlindernd sein.