kind und rechnerDiese zunächst etwas seltsam lautende Krankheit tritt vermehrt in den warmen Sommermonaten auf. Betroffen sind zumeist Kinder im Alter von zwei bis sechs Jahren, Babys erkranken selten.

Mit zunehmendem Alter nimmt die Wahrscheinlichkeit einer Ansteckung ab und die Erkrankung verläuft milder und zumeist ohne eindeutige Symptome. Die Krankheit ist weit verbreitet und verläuft meist harmlos. Auslöser ist kein einzelner Virus, sondern eine Virusgruppe. Deshalb kann der Mensch auch mehrfach an der Hand-Fuß-Mund-Krankheit erkranken. Eine Ansteckung erfolgt über Tröpfcheninfektion direkt von Mensch zu Mensch durch Kontakt mit Körperflüssigkeiten wie Speichel oder Stuhl. Nach dem Viruskontakt dauert es drei bis sechs Tage bis Krankheitssymptome auftreten. Zunächst zeigt sich bisweilen hohes Fieber mit Schlappheit und Schwindel. Es kommt zu einem Hautausschlag mit Bläschenbildung an Händen und Füssen. Unangenehm wird es, wenn die Bläschen auch auf der Mundschleimhaut an Zunge, Gaumen und Wange und außen um den Mundbereich herum auftreten. Mit fortschreitender Erkrankung können sich die roten Bläschen weiter entzünden und vor allem im Mundbereich schmerzhafte Aphthen bilden. Selten ist der restliche Körper betroffen. Die Bläschen heilen ohne Krustenbildung innerhalb von ein bis zwei Wochen ab.
Der behandelnde Arzt sichert seine Diagnose selten durch einen Erregernachweis im Labor, meist durch „Blickdiagnose“. Die Symptome lassen sich nur symptomatisch lindern. Bei hohem Fieber (über 39°C) empfiehlt sich die Gabe von Paracetamol oder Ibuprofen in Form von Zäpfchen, Saft oder Schmelztabletten. Die schmerzhaften Läsionen im Mund lassen sich gut mit schmerzstillenden und heilenden Mundgels oder Spülungen behandeln. Für die Behandlung der Bläschen an Händen und Füssen haben sich synthetische Gerbstoffe in Form von Cremes oder Bädern bewährt. Sie trocknen die flüssigkeitsgefüllten Bläschen gut aus, wirken desinfizierend und juckreizstillend. Um die hohe Ansteckungsrate der Hand-Fuß-Mund-Krankheit zu unterbinden, sind hygienische Maßnahmen wie häufiges Hände waschen und das Tragen von Handschuhen bei Wickelkindern am effektivsten.