GrippeIm Herbst beginnt üblicherweise die Erkältungssaison. Deshalb setzt im Oktober auch die „heiße Phase“ der Grippeimfung ein. Die echte Grippe, auch bekannt unter der Bezeichnung „Influenza“, ist eine ernstzunehmende Krankheit. Selbst in unkomplizierten Fällen dauert sie fünf bis sieben Tage mit schweren Krankheitszeichen. Besonders ältere und chronisch kranke Menschen sind gefährdet. Bis zu 20.000 Menschen sterben jedes Jahr daran.

Die Grippewelle der vergangenen Saison 2016/2017 war besonders schwer und verursachte rund 6 Millionen zusätzliche Arztbesuche, 3,4 Millionen Krankschreibungen und 30.000 Krankenhauseinweisungen, vor allem ältere Menschen, was auf die niedrige Impfquote in dieser Patientengruppe zurückzuführen ist: Nur 35 Prozent der Senioren hatten sich im vergangenen Winter gegen Grippe impfen lassen.

Aus diesen Gründen empfehlen Experten und die Ständige Impfkommission STIKO die Grippeimfung inbesondere für Risikogruppen. Dazu gehören: Personen über 60 Jahre, Bewohner von Alten- und Pflegeheimen, chronisch Kranke, Schwangere  sowie medizinisches und pflegerisches Personal. Außer dem Selbstschutz  steht hier besonders der Schutz der behandelten Patienten oder betreuten Menschen im Vordergrund. Als besten Impfzeitpunkt empfehlen Experten die Monate Oktober und November.

Auch wenn die Wirksamkeit der Grippeimpfung nicht optimal ist, können aufgrund der Häufigkeit der Influenza viele Erkrankungen und schwere Verläufe verhindert werden. Trotz der schwankenden Effektivität ist die Impfung die wichtigste Maßnahme zum Schutz vor einer Erkrankung. In der Regel verläuft eine Grippe bei geimpften Menschen wesentlich harmloser als bei nicht geimpften. Darüber hinaus trägt die Grippeimpfung zum Schutz von Personen im näheren Umfeld bei, die nicht geimpft werden können oder eine Grippeschutzimpfung ablehnen.

Neben den Impfstoffen zur intramuskulären Injektion in den Oberarm gibt es in dieser Saison auch einen Impfstoff, den Kinder von zwei bis einschließlich 17 Jahren ohne Pieks per Nasenspray zuführen. Für Personen über 65 Jahren stehen Impfstoffe mit Wirkverstärker zur Verfügung.

Für alle Menschen, die einer der Risikogruppen angehören, ist die Grippeimpfung kostenlos – zum Beispiel für Schwangere oder für Personen ab 60 Jahren. Hier übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen die Kosten.