Patienten, die Cannabis erhalten, dürfen auch noch ein oder zwei Tage nach Anwendung nicht einfach wieder Auto fahren. Sie müssen immer sichergehen, dass ihr Blut keine erhöhte Konzentration des Cannabis-Wirkstoffs Tetrahydrocannabinol (THC) mehr enthält, befand kürzlich der Bundesgerichtshof. Ärzte sollten Patienten daher entsprechend beraten, wenn sie die Cannabis-Arznei absetzen. Gerichte und Behörden gehen in Deutschland von einem Grenzwert von 1,0 Nanogramm THC je Milliliter Blutserum aus. Soweit ein Cannabis-Anwender keine Gewissheit über seine Fahrtauglichkeit erlangen kann, ist er gehalten, von der Fahrt Abstand zu nehmen, heißt es in dem jetzt veröffentlichten Karlsruher Beschluss.