Energydrinks sind nicht harmlosEnergydrinks, wie etwa sein bekanntester Vertreter „Red Bull“, sind Getränkemischungen mit anregenden Inhaltsstoffen. Seit ihrer Einführung vor mehr als 20 Jahren erfahren diese alkoholfreien Getränke einen ständig steigenden Umsatzzuwachs. Die Zusammensetzungen variieren zwar etwas, aber die Grundlage ist immer gleich: viel Koffein und Zucker.

Für die Wirkungen der hochtrabend klingenden Zusätze wie etwa Taurin, Inosit, Glucuronolacton gibt es kaum wissenschaftliche Belege. Es muss aber von einer aufputschenden und anregenden Wirkung ausgegangen werden. Häufig enthalten die Energydrinks drei- bis fünfmal mehr Koffein als die gleiche Menge Coca-Cola oder Kaffee.

Hauptkonsumenten sind vor allem Jugendliche und junge Männer, vornehmlich im Alter zwischen 20 und 25 Jahren. Beliebt ist der Verzehr in Diskotheken und auf Musikfestivals. Auch während sogenannter LAN-Partys, bei denen die Jugendlichen bis zu 48 Stunden vernetzt vor dem Computer verbringen, sind die Getränke ein beliebter Wachmacher. Die jungen Leute sind sich der Gefahren zumeist nicht bewusst und erfreuen sich an der gesteigerten Leistungsfähigkeit und der Wachheit.

Doch schon ein höherer Verzehr von mehr als einem halben Liter innerhalb von 24 Stunden kann zu Gesundheitsproblemen führen. Oft steigt der Konsum in langen Nächten jedoch auf einige Liter. Werden die Energydrinks dann noch mit Alkohol gemischt, sind die Auswirkungen nicht absehbar. Auch in Kombination mit Sport oder anstrengendem Tanzen kann es selbst bei gesunden Menschen zu gesundheitlichen Problemen kommen. Überdosierungen an Koffein haben Auswirkungen auf den Herzschlag. Es kommt zu stärkeren Kontraktionen. Die Folgen sind erhöhter Herzschlag, Herzklopfen oder Herzrhythmusstörungen. Der Blutdruck steigt an. Im Extremfall kommt es zu Krampfanfällen, Nierenversagen bis hin zum plötzlichen Herztod.

Auf jeden Fall sollten Schwangere, Stillende, Kinder sowie herzkranke Menschen auf den Verzehr der Energy-Getränke verzichten. Experten fordern zudem Warnhinweise auf den Getränkeverpackungen, eine bestimmte Menge innerhalb von 24 Stunden nicht zu überschreiten. Die Forderung, Energydrinks erst an Personen ab 18 Jahren zu verkaufen, wäre ebenfalls eine wünschenswerte Risikominimierung.