gewichtheben-sportGerade bei gesundheitsbewussten und sportbegeisterten Menschen sollte man davon ausgehen, dass auf einen Einsatz von leistungssteigernden Medikamenten verzichtet wird. Aber ob bei Leichtathletik oder im Kraftsport – der Einsatz von Dopingmitteln ist nicht nur im Profisport weit verbreitet. Zwar wurde im Profisport in den letzten Jahren viel Aufklärungsarbeit geleistet – der Breitensport bleibt jedoch weiterhin oft uninformiert.

Doping aus der Apotheke

Für viele Freizeitsportler, die sich mit frei verkäuflichen Mitteln aus der Apotheke oder dem Internet versorgen, ist dieser Vorgang völlig legitim und es wird kein Gedanke an etwaige Risiken verschwendet. Einmal im Leben einen Marathon zu laufen, ist zum Beispiel für viele Hobbysportler ein erklärtes Ziel. Dazu bedarf es neben neben einem gezielten und disziplinierten Training einer stabilen Gesundheit, ohne dass Muskeln und Knochen schmerzen. Nicht selten gelangen die Sportler an ihre körperlichen Grenzen und überfordern sich.

Radfahren DopingDann werden gerne schon bereits während der Trainingsphasen oder vor dem großen Lauf Medikamente – sogenannte NSAR wie Diclofenac, Ibuprofen oder Acetylsalicylsäure (ASS) – eingenommen, um die Schmerzen gar nicht erst aufkommen zu lassen. Gerade beim Einsatz von ASS versprechen sich die Läufer einen besseren Blutfluss durch den blutverdünnenden Effekt und damit eine bessere Sauerstoffversorgung des Gewebes. Werden die Mittel jedoch dauerhaft und in hohen Dosen angewendet, steigt das Risiko für Herz-Kreislauf-Probleme, Magen-Darm-Blutungen sowie Nierenschäden.

Im Gegensatz zu Opiaten wie Morphin und Heroin, die auf der offiziellen Dopingliste stehen, gehören die NSAR nicht zu den verbotenen Arzneistoffen im Sport. Ein potenzielles Risiko für eine physische und psychische Abhängigkeit besteht aber auf jeden Fall. Die Nieren können auch gefährdet sein, wenn zusätzlich nicht genug getrunken wird oder zusätzlich Nahrungsergänzungsmittel wie Kreatin eingenommen werden.

Sehr beliebt ist auch das Durchfallmittel Loperamid. Bis zu 50 Prozent der Läufer sind durch die außergewöhnliche Belastung von einem Durchfall betroffen. Hier lässt sich vorbeugen, nicht zu viel Magnesium einnehmen und möglichst zwei bis drei Stunden vor dem Lauf essen – dann kann auf Loperamid verzichtet werden.