aphtenAphthen im Mund sind eine sehr schmerzhafte Angelegenheit. Gerade Kinder leiden häufig unter den oft klein und harmlos aussehenden Schleimhauterosionen. Sie entstehen zunächst als kleine rote Flecken auf der Mundschleimhaut und entwickeln sich rasch zu weiß belegten kleinflächigen Geschwüren. Bevorzugt treten sie an der Zungenspitze, der Wangen- oder Lippeninnenseite sowie am Zahnfleisch auf. Üblicherweise heilen sie nach ein bis zwei Wochen von selbst wieder ab, aber die Betroffenen klagen je nach Ausmaß über massive Beschwerden beim Essen und Trinken. Auch das Sprechen kann schwerfallen.

Sind die Geschwüre zahlreich und extrem schmerzhaft, können sie erstes Anzeichen einer viralen Infektion sein, wie etwa eine Erstinfektion mit Herpes simplex-Viren. Treten sie als einzelne Schleimhauterosionen im Abstand von mehreren Wochen oder Monaten auf, wird es schwierig, eine bestimmte Ursache herauszufinden. Auslöser können gerade bei Kindern Schlafmangel, Infekte und ein allgemein schlechter Immunstatus sein. Auch kleinere Verletzungen der Mundschleimhaut in Kombination mit Nahrungsmittelallergien oder Unverträglichkeiten von Zitrusfrüchten sowie Vitamin B12-, Eisen- oder Folsäuremangel können die Entstehung von Aphthen begünstigen. Sie haben vor allem im Kindesalter und wenn sie häufiger auftreten auch eine psychische Komponente. So zeigen sie sich häufiger in für ein Kind belastenden Situationen, etwa am ersten Schultag nach den Ferien. Auch größere Auseinandersetzungen in der Schule oder Streit zwischen den Eltern können die Entstehung begünstigen.

Zur Therapie bei Kindern eignen sich Mundgele mit heilenden und oberflächlich betäubenden Inhaltsstoffen. Diese sollten mehrfach täglich aufgetragen werden, da die Haftfähigkeit gering ist. Naturheilkundlich eignet sich Myrrhe-Tinktur hervorragend, um den Schmerz rasch in den Griff zu bekommen. Die Myrrhe als altes Wundheilmittel hat eine betäubende, austrocknende und zusammenziehende Wirkung. Pinselungen und Spülungen mit dieser Tinktur lassen sogar hartnäckige Aphthen innerhalb von zwei bis drei Tagen verschwinden. Wendet man das Mittel vor der Mahlzeit an, sorgt die lokalbetäubende Wirkung für einen schmerzfreien Genuss, nach dem Essen wirkt sie desinfizierend. Für Erwachsene kann der Arzt noch cortisonhaltige Pasten verordnen.